Dave Smith Instruments – Pro 2

Dave Smith lässt dem Prophet 12 und dessen Rackversion nun den Pro 2 folgen. Und der neue Monophone von DSI hat es in sich….

Ein Blick auf die Spezifikationen lässt so manches Herz Synthesizer-Interessierter bestimmt deutlich höher schlagen. Angefangen bei den neuen Filtern (siehe bitte Foto), die dem Pro 2 mit auf den Weg gegeben werden, über die Paraphonie, bis hin zum integrierten 32×8 (oder 16×6) Step Sequenzer, scheint alles an Bord zu sein was sich vermutlich auf der Wunschliste so mancher befindet.

[Um zu einer größeren Ansicht zu gelangen bitte in das jeweilige Foto klicken]

Dave Smith Instruments - Pro 2: Neues Filterdesign
Dave Smith Instruments – Pro 2: Das Filterdesign unterscheidet sich von dem seines polyphonen Bruders

Jeder Parameter der Modulation Matrix lässt sich über den integrierten Step Sequenzer steuern [Beispiel 6. „Barracuda“].

Dave Smith Instruments - Pro 2: 32 Step Sequenzer
Dave Smith Instruments – Pro 2: 32 Step Sequenzer

Besonders hervorzuheben sind aber die CV Ins und Outs (siehe bitte Foto), die den Pro 2 für die User Modularer Systeme interessant erscheinen lassen (1V/Oktave).

Dave Smith Instruments - Pro 2 Rückseite mit CV Ins, Outs und Gate Out
Dave Smith Instruments – Pro 2: Rückseite mit den CV Ins und Outs

War die Verarbeitung so mancher DSI Geräte früher Gegenstand von Diskussionen, so ist seit Dave Smiths Entscheidung die Instrumente wieder in den USA fertigen zu lassen, kein Thema mehr. Der Pro 2 ordnet sich nicht nur in dieser Hinsicht in die Reihe seines polyphonen Bruders P12 ein, sondern ist vom Design her nicht minder ansprechend.

Dave Smith Instruments - Pro 2
Dave Smith Instruments – Pro 2: Gediegen verarbeitet, schönes Design

Aber was ist das alles wert, wenn das klangliche Ergebnis nicht passt? Im Folgenden können Sie einige Beispiele hören um einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Klangbeispiele:

1: Res Bass
2. ShadesofVS [version pmm]
3. Delay Bass
4. Sine in Space
5. The Pro is Back
6. Barracuda
7. Soft Sync
8. Waah
9. MaxArena

Die Beispiele nutzen ausnahmslos den internen Step Sequenzer um dessen Möglichkeiten zu zeigen. Auf die „key transpose“ Funktion musste verzichtet werden, da sie zum Zeitpunkt der Aufnahmen nicht zur Verfügung stand. Klangliche Veränderungen waren entweder Bestandteil der jeweiligen Sequenz, oder wurden unter Zuhilfenahme der beiden Slider vorgenommen. In seltenen Fällen wurden die Parameter direkt an den entsprechenden Drehreglern verändert.

Weitere Beispiele:

Soft Sync Demo:

Simple Saw sound im Paraphonie Modus:

Sequenzer Beispiel „Hotzenblogs“:

Sequenzer Beispiel „Barracuda“:

Solo Sound „Wah“:

Nach den „bread and butter“ Beispielen „Hey Max Arena“ ;):

Bevor es zu Klangbeispielen anderer Programmierer geht, hier ein Sound On Sound Video von der Summer NAMM 2014 in Nashville:

Klangbeispiele anderer Soundprogrammierer:

Kollege Cord aka Les Arts Nouveaux
https://soundcloud.com/lesartsnouveaux/12-minus-1-equals-2

Rozzer

Peter Dyer

Inhalt

Kurt Kurasaki
DSI Pro 2 examples

Robert Rich

Music © Rozzer, Les Arts Nouveaux, Inhalt, Kurt Kurasaki and Robert Rich
Music + Photos © peter m. mahr

14 thoughts on “Dave Smith Instruments – Pro 2

  1. Sind das nur die guten Klangbeispiele oder klingt der Pro-2 in meinen Ohren wirklich besser im Sinne von wärmer, runder… als der Prophet 12? So viel Unterschied in der Klangerzeugung kann es ja doch nicht sein…? Preislich ist der 2er nur ein Drittel vom 12er entfernt 😮

    Danke für die guten Beispiele!

    1. Der Pro 2 klingt etwas „anders“ als der P12. Ich würde sagen direkter und eben auch durchsetzungsfähiger. Nicht, dass der P12 im Mix nicht seinen Platz findet, aber für einen Monophonen ist das Kriterium meines Erachtens von anderer Bedeutung.

      Vergleiche vielleicht die beiden folgenden Beispiele:
      P12 „Delay Bass“ https://soundcloud.com/petermmahr/dsi-prophet-12-delay-bass?in=petermmahr/sets/dsi-prophet-12-cpm-soundset
      Pro 2 „Delay Bass“ https://soundcloud.com/petermmahr/dsi-pro-2-delay-bass-demo-3?in=petermmahr/sets/dsi-pro-2.

      Bezüglich Preis gebe ich Dir Recht. Allerdings kommt der Pro 2 mit CV Ins/Outs sowie einem unheimlich guten Sequenzer. Ich werde versuchen dem vielleicht noch mit dem einen oder anderen Beispiel Rechnung zu tragen.

      Jedenfalls herzlichen Dank für Dein freundliches Feedback.

      Gruss,
      Peter

  2. Vielen Dank für die aufschlußreiche Gegenüberstellung! Da scheint sich im Filterbereich doch einiges verändert zu haben. Ist nur die Frage, ob das eine Weiterentwicklung oder pure Absicht von Dave Smith sein soll… (vgl. Aufbau Prophet-08 – Mopho/Tetra)?

    Diesen (für meine Ohren) „VA-Schimmer“ des Prophet-12 in Frequenz und Dynamik kann ich beim Pro-2 interessanterweise gar nicht feststellen – der tönt einfach direkter, für meine Empfindung ansprechender/greifbarer.

    Auf jeden Fall ein sehr interessanter neuer, in sich stimmiger Synth – der Preis geht aufgrund des Gebotenen absolut in Ordnung, beim Stimmenverhältnis im Vergleich zum Prophet-12 tu ich mir trotzdem schwer… aber vielleicht soll man die beiden miteinander gar nicht vergleichen?

    Grüsse,
    Hans

    1. Hallo Hans,

      Ein Vergleich ist konzeptionell wie Du richtig vermutest wenig sinnvoll, punktuell denke ich aber möglich.

      Hier meine Sicht:
      Das LPF ist anders und auch sonst gibt es einige wesentliche Veränderungen, wie z.B. das TyT Filter (Thank you Tom) sowie die CV Ein- und Ausgänge. Vom Step Sequenzer – von dem ich schlichtweg begeistert bin, was man vielleicht dem einen oder anderen meiner Klangbeispiele durchaus entnehmen kann – ganz zu schweigen. Generell finde ich, dass sich der Pro 2 durch einen grösseren „sweet spot“ auszeichnet. Das könnte sein, was vielen Interessierten den Pro 2 schmackhaft machen wird. Nichtsdestotrotz mag ich aber auch das, wenn Du so willst, „zickige“ Gehabe des P12. Du drehst z.B. leicht an einem der Regler und schon kommst Du in eine gänzlich andere Richtung. Man hat den Eindruck im P12 schlummern Unmengen unterschiedlichster Klänge. Von schönen Flächen bis hin zu PPG-, VS- oder D-50 artigen Sounds. Ein für mich in diesem Zusammenhang nicht zu unterschätzender Pluspunkt ist sein Workflow. Man spielt und schraubt, schraubt und spielt und all das bereitet [mir] derzeit eine echte Spielfreude.

      Zurück zum Pro 2. Dessen Klang würde ich, wie auch schon an anderer Stelle erwähnt, als „direkter“, „knackiger“ bezeichnen. Was für einen Monophonen ja auch durchaus Sinn macht. Sollte ich mir den Pro 2 zulegen, dann könnte passieren, was ich vor nicht allzu kurzer Zeit für völlig ausgeschlossen halten hätte – mein Voyager kommt in ernsthafte Gefahr. Und apropos Moog. Gespannt bin ich, ob Dave den Prophet 08 neu aufrollen wird. Aber wer weiss, wie eine mehrstimmige Version mit dieser Filterkombination klingen würde….

      Jedenfalls denke ich ist Dave Smith mit dem Pro 2 wirklich etwas gelungen, dass vergleichbare Hersteller durchaus ins Schwitzen bringen könnte.

      Ich möchte nochmals festhalten, das ist meine höchstpersönliche Sichtweise, die keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt. 😉

      Beste Grüsse,
      Peter

  3. Die Soundbeispiele und der persönliche Hands-on Test haben mich schon überzeugt – der Synth ist schon so gut wie gekauft 😉
    Features stimmen, Verarbeitung und Haptik stimmen und das wichtigste: Der Sound stimmt! Eine echte Überraschung!

  4. hi..danke für die guten beispiele wie ich find….wie findet ohr denn denn vergleich zu dem (alten) poly evolver hab 2 davom rumstehen kenn denn prophet 8 den p12 ,,also muss sagen aus dem evolver hab ich noch keinen richtigen zb minimmog bass gehört er klingt verdammt gut wie ich find „besser“ nach mein geschmack besonders im combo mode.. als die neuen p12 oder p8 ……aber eben kein richtig dicker fetter wobbelnder moog bass?…wie sieht ihr das denn?…danke für die info im voraus…gruuss

    1. Hi Tom,

      Freut mich, dass Dir die Soundbeispiele gefallen.

      Leider ist es aber wieder einmal so mit DSI, dass die meisten Klänge im Serienmodell eigentlich nur mehr anhand ihres Namens für mich zu erkennen waren. Eine ähnliche Erfahrung mussten Cord und ich schon bei unserem CPM SoundSet machen. Kaum hatten wir die Sounds fertig, gab es ein neues OS und wir konnten teilweise von vorne beginnen. Andererseits habe ich dadurch gelernt Factory Sounds generell anders zu bewerten.

      Zu Deiner eigentlichen Frage. Einen Vergleich zum Evolver kann ich guten Gewissens nicht anstellen, da ich ihn zu wenig kenne und die Sounds auch nicht gut genug im Ohr habe. Wenn einer der von Dir genannten Kandidaten nahe am Pro2 liegt, dann ist es klarerweise der P12.

      Es kommt drauf an wie kritisch Du bist. Den Minimoog Sound, den bekommt man meines Erachtens nicht aus dem Pro2. Ich hatte einen Sound, der nach unten transponiert zwar in die „moog“ Richtung ging und mir besser gefallen hat als vieles was aus dem Voyager kommt. Ich denke, dass man mit dem Gedanken den Pro 2 als eigenständiges Instrument zu sehen, auf lange Zeit viel Freude mit ihm haben kann. Unterm Strich gilt leider tatsächlich, wer moog will sollte auch zuerst moog testen. Trotz aller Nachteile, haben die Instrumente einen eigenen Sound. Im Voyager habe ich eine Unzahl an Sounds die ich _so_ nicht mit dem Pro2 hinbekomme. Dafür bietet der Pro2 wiederum derart viele Möglichkeiten, schon fast einem Modularen gleich, dass der Voyager in diesem Zusammenhang eindeutig das Nachsehen hat. Langer Rede kurzer Sinn, wenn DU wirklich auf der Suche nach dem moog Sound bist, dann teste den Sub 37 und vielleicht auch den Voyager. Wenn es sehr nahe am Mini sein soll, dann führt meines Erachtens kein Weg am Original vorbei. Willst Du aber einen unheimlich flexiblen, sehr gut bedienbaren und auch gut klingenden Monophonen, dann höre die in jedem Fall den Pro2 an.

      Liebe Grüße,
      Peter

  5. hi peter.danke für deine infos..:-)..ja is net ganz leicht ne entscheidung zu treffen , auch wegen der finaziellen mitteln…zudem is es ein teurer hobby bzw ganz werden…also ne minimmog stell ichmir nimmer rein, a zu teuer und b nicht speicherbar.und nen elka synthex alle mal net ..leider–.klar ein waschechter musiker mag anders denken, aber betrachte ich das was ich mache zu zeitaufwendig..immer wieder den gleichen klang zu finden.also gefallen tut mir der p2 sehr gut, vom klang sehr flexibel..kann auch böse klingen wie ich deinen beispiel entnehmen kann…der sequncer einmalig und eventuell kommt ja noch ein editor raus also im moment zudem preis konkurenzlos..womit man zb sequencer tracks einfach umtauschen bzw austauschen kann.usw…das live aufnehmen ist zeitgemäs wie ich find zudem zb der elektron 4er das auch ganz gut macht…auch live…technisch sehr ausgereift..nur a bisal zuwenig knöpfe:-)ok zum p2 …kennst du evtl die boomstar serie von studio electronics?…den neun cs.80 monophonen zb..also die serie macht nen guten eindruck..nur auchnet ganz billig…da wäre dann noch der neue sub 37 moog oder was auch intressant
    ist der neue mfb dominion 1 keys…)klingt verdammt gut)….sosnt fallen mir nur noch die alten synths ein..wobei der pro 1 verdammt geil klingt wenn man das so sagen darf….na werd mal überlegen was ich mache…also ich dachte das du evtl die dsi evolver serie kennst…hatte schon viele synths bin aber bei dem hängengeblieben,,warum auch immer:-)..falls du ihn mal hören willst hab ein soundbeispiel auf soundcloud hoch nix besonderes nur so zum reinhören evolver allein.rumgedrehe halt.
    https://soundcloud.com/mono-tom-1/evoc-test
    .schönen abend..gruss..tom

    1. Hallo Tom,

      Danke für den Link! Das sind einige sehr lässige Evolver Klänge.

      Was den Sequenzer des Pro 2′ betrifft – Das von Dir beschriebene Feature wäre in der Tat wünschenswert, allerdings hält sich meine Euphorie hinsichtlich des Prophet 12 Editors schon in überschaubaren Grenzen. Und wie ich der Überschrift eines Threads im dsiforum entnehme, dürfte ich nicht der einzige sein. Wobei mich das Thema derzeit ohnehin nicht wirklich tangiert, da mein Pro2 nun der eines sehr guten Freundes ist.

      Liebe Grüße aus Meran,
      Peter

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