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Buchempfehlung: R is for Roland

20. Mai 2015 - Foto, Interview, Studio, Taste
Buchempfehlung: R is for Roland

Für alle Freunde von Roland Synthesizern ein Must-have: Das neu erschienene „R is for Roland“ Buch. Michal Matlak und Florian Anwander zeichnen für den Text verantworlich, Tabita Hub hat die Fotos beigesteuert. Presented wird dieses Projekt von Telekom Electronic Beats.

Beispiel - Roland Jupiter-4

Ausgewählte Instrumente der Roland Ära 1973 – 1987 werden in „R is for Roland“ beschrieben – Roland Jupiter-4

Michal Matlak and Florian Anwander stellen in ihrem Buch 23 ausgewählte Roland Synthesizer, Drumcomputer und Effektgeräte, die zwischen 1973 und 1987 am Markt erschienen, vor. Für nicht wenige Freunde elektronischer Klangerzeuger, ist diese Zeit vermutlich so etwas wie die „goldene Ära“ von Roland. Wenngleich die Instrumente vermutlich vom Hersteller oftmals aus anderen Beweggründen entwickelt und auf den Markt gebracht wurden, so haben sie ohne Zweifel die Musikszene und die Entwicklung der Musik in den vergangenen 30 – 40 Jahren maßgeblich und nachhaltig beeinflusst.

Beispiel - Roland TB-303

Was gibt es zu diesem Instrument noch viel zu sagen? Roland TB-303

Der Preis mag hoch erscheinen, allerdings ist aus meiner Sicht dieses Buch jeden Cent wert. Auf den mehr als 380 Seiten werden die einzelnen Instrumente vorgestellt und Musiker erzählen über ihre Erfahrungen mit eben diesen. So sind Interviews mit Au Revoir Simone, Jeff Mills, The Egyptian Lover, The Hacker, Lee “Scratch” Perry, Legowelt, Mark Ernestus, Mathew Jonson, Martyn Ware, Modeselektor, Nightmares on Wax, Plastikman und Portishead zu finden.

Interview Portishead

Interviews wie z.B. mit Adrian Utley von Portishead bilden eine schöne Abrundung zu diesem äußerst gelungenem Projekt!

Bei den in „R is for Roland“ vorgestellten Instrumenten handelt es sich um folgende Modelle: Space Echo RE-201, System-100, SH-7, CR-78, Jupiter-4, RS-09, TR-808, Jupiter-8, TB-303, TR-606, Juno-6, SH-101, Jupiter-6, MC-202, JX-3P, TR-909, Juno-106, TR-707/727, Alpha-Juno 1/2, TR-505 und TR-626.

Beispiel - Roland Juno-106

„The last of the first Juno series“ – Roland Juno-106

Die derzeit auf 2000 Exemplare begrenzte Auflage wird von Telekom Electronic Beats präsentiert.  Weitere Informationen, sowie Beispiele der hervorragenden Fotos von Tabita Hub finden Sie hier:  http://www.roland-book.com

All „R is for Roland“ photos taken by pmm and taken from the original book [© Roland Book / Tabita Hub]

7 thoughts on “Buchempfehlung: R is for Roland

Juergen

Von Roland habe ich mal benutzt: CR 78, TB-303, TR-606 (soweit leihweise). Besessen habe ich TR-808, TR-707, MC-202, Juno 60, MKS-30 (entspricht JX-3P). Tolles Buch, eine E-Book Ausgabe würde ich mir wohl kaufen. Bilder sehen ja auch sehr gut aus auf Geräten mit Retina Display.

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    petermmahr

    Die Auswahl ist meines Erachtens gut getroffen und die Umsetzung hervorragend gelungen. Wobei wirklich viel ausgelassen haben sie ja nicht. System 700, Promars und wenn CR-78, dann sollte wohl auch der VP-330 dabei sein. Aber „in the air tonight“ ist bei diesem Buch ja nicht unbedingt Pate gestanden. Es zeigt aber, welch tollen Instrumente Roland entwickelt und gebaut hat. Deine Liste bestätigt das. Selbst die Effektgeräte dieser Zeit, ob Tape Echos oder Dimension D bis hin zum R-880 sind Extraklasse und nehmen heute noch Fixplätze in so manchem Studio ein. Das Buch ist in jeden Fall sehr gut gelungen. Auch olfaktorisch durchaus interessant, erinnert es mich doch an die Sojamilch-Melange, die meine Frau so gerne trinkt. 🙂

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Juergen

E-Books riechen natürlich nicht nach frischem Druckerzeugnis, ich kenne Leute, die das als Nachteil ansehen. Für mich ist das nicht so wichtig. Ich bedauere aber etwas, dass neue elektronische Geräte beim ersten Gebrauch nicht mehr „neu“ riechen, das fand ich früher jedenfalls toll. Ein Elektroniker hat mir erklärt, dass das Lötstellen waren, die es verursacht haben. Heute gibt es nur noch gedruckte Schaltungen und es ist so gut wie nichts mehr gelötet. 🙂

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    petermmahr

    Ich weiss genau von welchem Geruch Du sprichst. Hier in Wien gab es ein Musikgeschäft, das sich „For Music“ nannte und dort hatte es einen ganz speziellen Geruch. Heute passiert es mir noch ab und zu, dass ich sage „hier riecht es nach For Music“. Das passiert aber immer seltener und das For Music ist seit einigen Jahren Geschichte.

    Das Auspacken der Musikinstrumente war damals in der Tat auch ein olfaktorisches Erlebnis. Deine Erklärung, bzw. die des Elektronikers, zeigt, dass dieses mein Bild von früher dann offenbar doch nicht nur ein verklärtes ist. 🙂

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Jürgen Drogies

Im letzten Jahr hatte ich allerdings so ein Erlebnis mit meiner neu gekauften Les-Paul-Gitarre. Das Modell wurde im Web teilweise wegen schlechter Verarbeitung kritisiert; zum Glück ist meine technisch OK. Aber man hatte wohl nicht lange genug gewartet, bis der Lack getrocknet war, jedenfalls hatte sie einen kräftigen „Neu-Geruch“, mehrere Wochen lang. Ich fand das nicht schlecht, immer in der Hoffnung, dass die Amis inzwischen auch ungiftige Lacke verwenden. ;–)

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    petermmahr

    Solange diese Lacke nicht aus China stammen lebt zumindest die Hoffnung. 😉

    Liebe Grüße,
    Peter

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Florian

> Ein Elektroniker hat mir erklärt, dass das Lötstellen waren, die es verursacht haben. Heute gibt es
Hallo

> nur noch gedruckte Schaltungen und es ist so gut wie nichts mehr gelötet.
Da wird leider ein bisschen Begriffsverwirrung betrieben. Gedruckte Schaltung bedeutet, dass die Leiterbahnen auf der Platine über eine Druckvorlage ausbelichtet und dann geätzt wurden. Aber auch auf diese Leiterbahnen werden die Bauteile dann gelötet. Moderne Platinen sind ebenfalls gelötet.
Der Geruch dürfte tatsächlich vorallem von dem früher verwendeten Platinen-Trägermaterial stammen, das (sicher gesundheitsschädliche) Phenolharzdämpfe abgesondert hat. Das Material ist meines Wissens heute nicht mehr erlaubt.

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