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Fender Aerodyne JB – Dolphin Grey

8. Januar 2015 - Foto, Musik
Fender Aerodyne JB – Dolphin Grey

Ein Freund hat mir eben Analogfilm Styles für Capture 1 geschenkt und da sich hier Musiker und Fotografen herumtummeln, sei mir dieses „Doppelposting“ hoffentlich vergeben.

 

12 thoughts on “Fender Aerodyne JB – Dolphin Grey

Jörn

Sehr gute Verarbeitung – und offenbar ein ziemlich lichtstarkes Glas. Nebenbei sehe ich wieder mal, dass mir Fender deutlich näher liegt, als andere Marken im Gitarrenbereich.

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    petermmahr

    Wenn Du den Bass meinst, ja, der ist sehr gut verarbeitet. Fender Japan dürfte dafür wohl bekannt sein.

    Oliver, der hier auch einen Kommentar gepostet hat, war mit mir vor fast genau einem Jahr in Wien in der Klangfarbe. Wir, respektive in allererster Linie natürlich er, haben dutzende Instrumente angespielt und der mit Abstand beste war ein auf Vintage getrimmter Fender Jazz Bass, wie er im Original von Pino Palladino gespielt wird. Wir beide haben nicht schlecht gestaunt, dass deutlich teurere (Jazz) Bässe nicht an den heran kamen. Oliver ist mit dem Eigentümer befreundet und der hat erzählt, dass dieses Exemplar seit langem an der Wand zwischen all den anderen Bässen hängt, aber kaum von irgendjemanden gespielt wird. Wir haben ihn dann gefragt warum das so ist, zumal der Preis deutlich günstiger war als bei vergleichbaren Modellen und er hat nur die Schultern hochgezogen und auch keine plausible Erklärung parat. Vermutlich ist es der Vintage-Look der die Interessenten abschreckt und – das ist jetzt meine Ergänzung – die Diskussionen im Internet. Ich habe ihn übrigens abgelichtet, findest Du am Ende dieses Blogeintrags – http://www.petermmahr.com/studio-joetown/ Jedenfalls waren am Ende alle drei, inkl. Bass alle vier glücklich.

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    petermmahr

    Achja… und das ist mein Fuji Lieblingsobjektiv. Wobei so viele wie früher habe ich nicht mehr.

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Jörn

Moin Peter,

dieser „Gebraucht-Look“ ist nicht so meins. Ich bin mit meinen Instrumenten immer super vorsichtig und extrem pingelig. Wenn ich meine Sachen mal verkaufe, sind die in der Regel im Neuzustand.

Den Jazz-Bass hast du aber nicht gekauft?

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    petermmahr

    Meines auch nicht, ganz im Gegenteil. Ich glaube man sieht anhand der Equipment Fotos wie ich mit den Instrumenten umgehe und bis dato hat noch jedes Gebrauchtinstrument/-gerät mein Studio in besserem Zustand verlassen, als ich es erhalten habe. In einigen Fällen war das allerdings auch ein leichtes und ich frage mich ab und zu welche Dreckschweine es gibt… Aber um auf den angesprochenen Jazz Bass zurückzukommen, er hat sie alle ausgestochen und mir eindrücklich gezeigt, dass die Ohren nicht immer einer Meinung mit den Augen sein müssen. .)

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      Jörn

      Gefällt mir – dein letzter Satz! 😀

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Heiko

Hallo Peter,
Auch in s/w ein schöner Bass 🙂
Du nutzt auch Capture One? Nach dem Abgesang auf Aperture und meinem „nicht-zurechtkommen“ mit Lightroom bin ich vor einiger Zeit auch angefangen, Capture One zu nutzen und bin zur Zeit recht zufrieden mit dem Programm.

Was den Relic/Used-Look bei Gitarren/ Bässen angeht: ich glaube, die Menschen, die so was kaufen, möchten insgeheim sich ein Stück Geschichte von 1000en verschwitzten, durchgerockten Gigs in verrauchten Bars „erkaufen“.
Manche vertreten auch die These, dass die Relics „besser“ klängen als „neue“ Instrumente, was Du ja mit seiner Beobachtung stützen könntest. Aber vielleicht kommt bei dem Bass einfach viel Positives zusammen?

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    petermmahr

    Hallo Heiko,

    Zu Capture One bin ich eigentlich durch puren Zufall gekommen. Ich war unterwegs und hatte dringend einen RAW Converter benötigt. Da mir die Canon Tools, mit Ausnahme des Panoramodingens, durch die Bank alle überhaupt nicht zusagten, habe ich auf gut Glück Capture One in der Demoversion runter geladen. Tja… und der Rest ist Geschichte. Irgendwie so wie es sich Marketing Abteilungen wohl wünschen. 🙂 Kaum zu Hause angekommen habe ich die volle Version genommen und diese seitdem permanent in Gebrauch.

    Einige Dinge finde ich zwar umständlich und verwende ich bestimmt auch falsch, z.B. Kataloge und was es da sonst noch gibt, aber der Rest ist einfach optimal, sprich mir gefallen die Ergebnisse. Styles hatte ich bis dato überhaupt nicht in Verwendung [tatsächlich musste ich die gestern überhaupt erst einmal suchen :-)], aber mit den Analogfilm Styles wird sich das wohl ändern.

    Ich habe die Diskussion auf alpendeich verfolgt und deswegen dachte ich, sind die s/w Fotos vielleicht eine schöne Schnittmenge aus Musik und Foto. Ok… Audiofile fehlt. 🙂

    Was Du über den Relic/Used-Look schreibst sehe ich exakt so wie Du! Hätte nicht mein Kumpel Oliver gemeint „wollen wir den auch ‚mal anspielen?“… und hätten wir davor nicht diverse Jazz Bässe angespielt, ich wäre wohl nach wie vor derselben Ansicht. Natürlich kann meine Euphorie auch nicht repräsentativ sein, da es nur dieses eine „Relic“ Exemplar gab und die Streuung bei den anderen Bässen schon erschreckend war. Vor allem, wenn man sich nach dem Hören die Preisschilder angesehen hat. Aber das Exemplar hatte einfach einen schönen ausgewogenen, kraftvollen Sound. Rein optisch war es der „hässlichste“, aber klanglich halt eben sehr fein. Ob das nun der Grund war weil er am besten „eingestellt“ war, oder eben das Exemplar einfach gut klingt, oder gar wirklich der Relic Sound etwas dazu beiträgt, ich kann es nicht sagen.

    Wie geschrieben war es eine schöne Lektion dafür, dass Ohren und Augen nicht einer Meinung sein müssen UND, dass man halt doch am besten in ein Musikgeschäft geht. Alleine die Zeit die wir dort verbringen durften um lange zu testen ist mir heute mehr Wert als ein paar über das Internet gesparte Euros. Sprich, das war die zweite Lektion – „geh ins Musikgeschäft und nimm Dir Zeit“. Letzteres sollte ich nun auch für das Üben tun. 😉

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      Heiko

      Hallo Peter,
      Ich hab zu dem Relic/Aging-Ding eine ambivalente Beziehung.
      Ich finde es durchaus einen natürlichen Prozess, wenn meine (Bühnen-)Instrumente Spielspuren tragen, dass bleibt in der Regel nicht aus. Insofern stürzt mich das nicht in eine tiefe Sinnkrise, wenn da mal das ein oder andere Kratzerchen an einen Bass kommt.
      Victor Wooten soll mal auf die Frage, ob er sich nicht ob seiner Slappingtechnik den Kopf darüber zerbrechen würde, seinen teuren Fodera-Bass in Mitleiden Schaft zu ziehen, geantwortet haben „That’s true, they’re not cheap, but I play the bass…the bass doesn’t play me.“
      Ich finde es zum Beispiel auch beeindruckend, wie es z.B. Gitarrenbauer immer wieder schaffen, Instrumente berühmter Musiker wirklich bis ins kleinste Detail nachzubauen, so dass diese oft Schwierigkeiten haben, dass Original von der Nachbildung zu unterscheiden.
      Hier sieht man das Recht gut, wenn Gregor Hilden die Gitarre ins Licht dreht, wie akkurat da jedes Kratzerchen nachgebildet wurde.
      http://youtu.be/er5jPDSsN6Y

      Ebenfalls beeindruckend wie Jon Willis hier Billy Sheehans The Wife-Bass bis ins letzte Detail nachgebildet hat.
      http://www.notreble.com/buzz/2014/02/20/bass-of-the-week-jon-willis-billy-sheehan-wife-bass-replica/
      Solange es so was individuelles und einzigartiges mit Liebe zum Detail ist, finde ich den Ansatz völlig legitim.
      Ich hätte nur so meine Schmerzen, ein von-der-Stange geagdes Instrument zu kaufen. Viele Hersteller günstiger gitarren haben sich ja auch an dieser Aging-Sache versucht, und oft sieht dass dann auch billig aus.
      Aber am Ende muss natürlich immer der Sound und die Bespielbarkeit entscheiden. 🙂

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        petermmahr

        Hallo Heiko,

        Das Thema treibt wie es scheint ziemliche Blüten….

        Wie ich schon geschrieben habe, den Fender JB hätte ich nicht einmal in die Hände genommen, denn entweder a) künstlich auf alt getrimmt oder b) gebraucht (was er in gewisser Hinsicht auch im Fall a) ist). Aber als wir das Exemplar dann spielten und hörten, waren wir beide ziemlich baff. Übrigens stammt es von Fender Mexico, was glaube ich für Hardcore Fender Fans noch schlimmer sein dürfte als Fender Japan. Also summa summarum ein totales “no got”. In der Theorie. 🙂

        Deinem abschließenden Satz habe ich nichts hinzuzufügen.

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Heiko

Den alten Fender Jazz Bass, den Guy Pratt von David Gilmour zur Hochzeit bekomemn hat, finde ich sehr geschmackvoll gealtert.
https://www.youtube.com/watch?list=RD5p8LuGrvnR4&v=T_3Jc54k1Es
So darf ein Instrument ruhig aussehen, der Bass hätte bestimmt was zu erzählen 🙂

Viele Grüße!

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    petermmahr

    Dem ist mit Bestimmtheit so. 🙂

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