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HAA – Und warum einem doch nicht zum Lachen zumute sein kann

1. November 2014 - Allgemein

HAA ist die Abkürzung für das aktuell größte wirtschaftliche Disaster, das Österreichs Politiker in enger Zusammenarbeit mit Bankern ihrem Land und seinen Bürgern eingebrockt haben. HAA steht für Hypo Alpe-Adria. Aufregung? Nein. Wozu auch? Denn bei der nächsten Wahl werden bestimmt an die 40-45%, und somit mindestens eine Million meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Kreuzerl wieder bei einer der Parteien machen, die uns diese Misere beschert hat.

Wer als Privater oder als Unternehmer auch nur ansatzweise so verfährt, würde in jedem wirtschaftlich orientierten, zivilisierten Rechtsstaat zumindest vor Gericht, wenn nicht sogar ins Gefängnis kommen. Wobei, letzteres ist in einem Land mit einer erwiesenen 2 Klassen Justiz – das entsprechende „Kapital“ in Form eines perfekt funktionierenden Netzwerks vorausgesetzt – immer seltener der Fall. Und wenn es doch dazu kommen sollte, dann geht man samt Fußfessel in die Oper, oder einmal fein Essen um Geburtstag zu feiern. Der Strafvollzug muss menschlich sein. Klar. Aber das ist eine andere Geschichte.

Was mich als dummen Steuerzahler verwundert ist, dass Gewinne offenbar ausschließlich privatisiert werden, Verluste mehr und mehr, mit zunehmender Größe, um nicht zu schreiben „zur Gänze“, aber von der Allgemeinheit geschultert werden müssen. Ein Prinzip, das entfernt und auch nur ein wenig an das späte 18 Jahrhundert in Frankreich erinnert. Es soll ja hierzulande auch eine Art „Besetzugscouch“für Winzerköniginnen, oder irgendetwas mit einer solchen geben… nichts Genaues weiss man nicht. Was nichts daran ändert, dass die sogenannten Qualitätsmedien [österreichische Qualitätsmedien, ein Oxymoron schlechthin] ganz allgemein durch Schweigen auffallen, wenn es gegen den Staat und seiner Machatscheks, sprich den „Filz“, geht. Verständlich, denn wer beisst schon gerne die Hand, die einen füttert?

Daher war ich umso erstaunter, als ich folgenden Artikel (allerdings in „Die Presse“) las – Die Presse – HypoSkandal Totalschaden für die Steuerzahler? Dieser ähnelt im Stil zwar ein wenig einem Blogposting und hat daher nur mehr wenig mit „Die Presse“ zu tun wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Dennoch trifft der Artikel aber den Kern der Sache. Zum Glück. Besonders interessant daran ist, dass dieser Artikel gestern binnen kürzester Zeit von der Topstory der Webseite in eine Unterrubrik gewandert ist… Vermutlich war dieser Schritt den anderen wichtigen Nachrichten geschuldet. 😉 Für österreichische Verhältnisse dennoch mutig beschrieben. Danke!

Die Hoffnung lebt somit….

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