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May 4th Spielerei

6. Mai 2014 - Musik, Studio
May 4th Spielerei

Irgendwie passend zu dem hier diskutierten Thema, das Musik in erster Linie Spass machen soll. Denn genau das ist mir passiert, als ich ein altes Effektgerät entstaubt und wieder angeschlossen habe um dann mittels einer kurzen, vier-taktigen Bassphrase alle Verbindungen und Geräte auf ihre Funktion hin zu überprüfen.

Alles ist in einem Rutsch gespielt, oder heute sagt man, „performed“. Also nix Mehrspur und im Prinzip auch nix MIDI, da Rolands TR-8 und das MPC4000 nicht miteinander verbunden waren. Einzig der P12 Bass wurde vom Sequenzer des MPC4000 angesteuert. Was daran besonders ist? So viel, dass die beiden Geräte – MPC4000 und TR-8 – nicht miteinander synchronisiert waren und dennoch ziemlich tight liefen. Piano und Mellotron sind live eingespielt, was man aber ohnehin hört. Die Session wurde mit dem Korg MR2000s in Stereo aufgezeichnet, dann die Stereospur in mp3 konvertiert und auf SoundCloud geladen.

Bass: DSI P12
Drums und Beat: Roland TR-8
Strings und Voices: Mellotron M4000D
Piano: Yamaha CP1

4 thoughts on “May 4th Spielerei

Markus

Hi Peter, einfacher aber cooler Beat. Was „zwirbelt“ denn da hinter dem Bass-Sound mit? Besagtes Effektgerät oder kommt das aus dem Prophet? Das Bitcrushing in der TR-8 (oder was ist das für ein Effekt?) kommt ebenfalls gut. Und da war nix verbunden? Einfach im richtigen Moment „Start“ gedrückt? Gruß, Markus

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    petermmahr

    Hallo Markus,

    Ja, der Beat ist durchgelaufen, weil bei mir die Instrumente soweit auseinander stehen, dass ich zB die TR-8 und den P-12 nicht gleichzeitig bedienen kann. Was ich für die Einsätze oft gerne gemacht hätte. Aber der sportliche Anteil hat trotzdem Spaß gemacht. 😉

    Das „Zwirbeln“ stammt vom Eventide Eclipse und ist eigentlich daran schuld, dass ich die Session überhaupt aufgezeichnet habe. Der Effekt war irgendwie so schräg, dass ich ihn dann auch noch für das M4000D verwendet habe. Auf dem Prophet Sound liegt, wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche, aber ein leichtes (internes) Delay.

    Die TR-8 hat einen „Scatter“ Effekt (rechts oben), den ich aber nicht wirklich optimal eingesetzt habe. Da hätte ich einfach nur auf die TR-8 konzentriert sein müssen, aber das ging halt nicht, weil das Mellotron gespielt werden wollte, dann das CP1 und auch der Bass nach leichter Veränderung gegiert hat.

    Ja, die einzige MIDI Verbindung war die vom MPC4k zum P12. Sonst sind alle ins Pult gelaufen und von dort über L/R in den Korg Stereo-Rekorder. Was mich dabei so beeindruckt hat war die Tatsache, dass die TR-8 und das MPC4000 fast über die gesamte Zeit tight geblieben sind. Und ich habe dann den Start Button betätigt wo ich fand dass die TR-8 jetzt einsetzen muss. 🙂

    Peter

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Markus

Du kannst einem richtig Lust auf Hardware machen! Und das will was heißen, wo ich der Hardware fast abgeschworen habe wegen der Plug-ins, „Total Recall“ & Co 🙂 Im Rechner würde man den Effekt einfach automatisieren, bei Dir ist es eine größere Herausforderung und irgendwie … sportlicher … um Deinen Hinweis aufzunehmen 🙂

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    petermmahr

    Deinen „Total Recall“ Wunsch kann ich sehr gut nachvollziehen. Lange Zeit habe ich dieses Ziel für erstrebenswert erachtet um dann am Ende festzustellen, dass den Stücken mit Fortdauer die Seele abhanden gekommen ist.

    Natürlich ist dieses Beispiel ebenso wenig perfekt wie es meine anderen Stücke sind und es gibt ein Dutzend unzweifelhafter Argumente die für „Total Recall“ sprechen. Eine professionelle Produktion mehrerer Titel in einem kurzen Zeitraum (z.B. für eine CD) sei hier nur als ein stellvertretendes Beispiel genannt. Klar, aber ich mache Musik weil es mir Spaß macht und den habe ich eben (dzt.! :-)) bei genau dieser Produktionsweise. Jedes Stück, ob Stockholm (https://soundcloud.com/petermmahr/stockholm-skizze), oder auch Spielerei in D (https://soundcloud.com/petermmahr/spielerei-in-d) bzw. diese May 4 Spielerei sind einmalige Momentaufnahmen. Soll heissen ich könnte sie zwar in etwa reproduzieren, aber exakt so bekomme ich sie garantiert nie mehr wieder hin. Und das hat irgendwo etwas Befreiendes, so lustig sich das jetzt lesen mag. Denn erwartet hätte ich das Umgekehrte. 🙂

    Wie Du richtig geschrieben hast, ich habe einfach die Start Taste der TR-8 betätigt. Später dann die HiHats mit den Schiebereglern hochgefahren und gleichzeitig das Mellotron gespielt. Beides in einem Moment in dem ich dachte jetzt passt’s. Da ich eben gleichzeitig das Mellotron spielte ist der Einsatz da wie dort nicht perfekt… aber irgendwie hat das ganze trotzdem eine Dynamik angenommen und einen, wenn Du willst, „kick“ (Adrenalin?) ausgelöst. Eines hat das andere ergeben, ganz intuitiv. Und das hatte ich in dieser Form beim Verwenden der DAW ewig nicht mehr. Und wenn, dann war es vermutlich so, dass ich die DAW eben als Bandmaschine eingesetzt habe. Aber da hat jeder eben seinen Zugang und Freunde machen das genau anders und für die passt es.

    Als kleine Randnotiz sei festgehalten, ich empfinde tiefen Respekt vor jedem der in diesem Metier von selbigen Leben kann. Vor allem auch dann, wenn man Dinge machen „muss“, mit denen man sich womöglich nicht wirklich identifizieren kann und will, dennoch aber ein höchst professionelles Ergebnis abliefert.

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