Menu

Moog Voyager slew rate modification – Vergleich

4. September 2013 - Taste
Moog Voyager slew rate modification – Vergleich

Ob der Moog Voyager die Bezeichnung „Minimoog Voyager“ zurecht trägt, ist mindestens so lange Gegenstand von Diskussionen, wie seine Verfügbarkeit. Inwieweit das musikalisch relevant ist überlasse ich Ihnen. Unbestritten ist jedoch, dass  der Minimoog, konkret das „Model D“, einen Fixplatz in der Synthesizergeschichte hat.

Wenn Sie von Rudi Linhards „slew rate modification“ gehört haben, könnten die folgenden Audiobeispiele, die gemeinsam mit Oliver Grünsteidl eingespielt und aufgenommen wurden, von Interesse sein. Wir haben zwei aktuelle Modelle miteinander verglichen, wobei nur der Moog RME mit der angesprochenen Modifikation ausgestattet war:

Synthesizer 1 – Moog Voyager 2012
Synthesizer 2 – Moog RME mit Rudi Linhards slew rate modification

Die Audiodaten wurden auf soundcloud hochgeladen, von wo sie auch runter geladen werden können. Im Textfeld der Datei „Out of the box: Moog Voyager slew rate modification – He was Lucky“ findet sich eine genauere Beschreibung unseres Vergleichs.

Mein persönliches Resümee war zunächst in erster Linie von der Tatsache beeinflusst, dass mein Voyager offenbar ab Werk mit verstimmten Oszillatoren auf den Weg geschickt wurde. Inwieweit man sich seitens Moog damit selbst einen gefallen tut, kann jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil finde es schade, läuft man doch Gefahr, sich vom ersten Eindruck in eine falsche Richtung leiten zu lassen. Mir war aber nun klar, warum mich die Werkssounds nicht so recht zu begeistern wussten.

Nachdem wir die beiden Oszillatoren meines Voyagers entsprechend angepasst hatten, haben wir nochmals je ein File vom Voyager und eines vom RME aufgenommen. Bei dem einen oder anderen Beispiel war ich geneigt ad hoc dem vermeintlich „volleren“ und im Bassbereich „dickeren“ Sound den Vorzug zu geben. Doch im Mix war ziemlich schnell klar, welcher der beiden Kandidaten wesentlich mehr Durchsetzungsvermögen hatte. Ein weiterer Kritikpunkt von mir war die „Square“ Wellenform, die ihre Bezeichnung im Prinzip nicht ganz verdient.

Kurzum, mein  Voyager wurde unmittelbar nach dem Vergleich von Rudi Linhard modifiziert. Die beste Entscheidung,  da der Voyager nun seine Bezeichnung „MINIMOOG VOYAGER“ zurecht trägt. Er kann seine Herkunft nicht mehr leugnen und plötzlich wurde mir klar, wie der eine oder andere Factory Sound zu verstehen waren. An diesem Tag hat bis zu einem gewissen Grad eine Zeitreise begonnen…. aber entscheiden Sie selbst.

 

 

Schlagwörter: