Menu

Roland SYSTEM-8

19. Februar 2017 - Sound
Roland SYSTEM-8

As this is a Plug Out instrument recording could not be easier. So the SYSTEM-8 was connected to the computer via USB and recorded directly. No external EFX, no compression, no EQ – only SYSTEM-8.

Schlagwörter: ,

10 thoughts on “Roland SYSTEM-8

Sam

Wunderbar

Reply
Rüdiger Gaenslen

Großes Konpliment, Peter. Da habe ich noch über den System 8 gelästert und nun das. Von den Presets und auch der Optik/Haptik, die einen durchaus auch beeinflusst, sollte man sich nicht täuschen lassen.

Reply
    Peter M Mahr

    Als ich das Ding aus der Schachtel gehoben habe, ist es mir fast aus den Händen geglitten (geflogen träfe es wohl eher). Aber nicht weil das S8 so schwer ist, sondern im Gegenteil, sehr leicht. Es wirkt insgesamt etwas billig aber nicht so wie das System 1, dessen Tasten… naja… ich sage nur „Mantel“ „Schweigen“… 🙂

    Das Design ist jetzt nicht so „spannend“ wie beim JD-XA, aber ok. Das Grün stört mich jetzt nicht so, ausserdem lässt es sich wohl in der Intensität regeln oder sogar ganz deaktivieren. Hab aber das Manual nur ausgepackt aber noch nicht konsultiert. Nach den ersten Sounds war ich echt enttäuscht, wobei ich dazu sagen muss, dass es mir egal ist ob das jetzt an den Jupiter rankommt oder nicht. Ich bin auf der Suche nach einem Polyphonen, mit einem grossen klanglichen Spektrum und ob der nun analog oder digital ist, das ist mir gleich. Gut klingen muss er. Nun war es aber so, dass beim Durchhören Erinnerungen an so manches Jupiter-80 Preset kam. Hätte nicht ein lieber Freund mir zum S8 geraten hätte ich vielleicht das Handtuch geworfen, so aber habe ich in der kurzen Zeit mit ein bisschen Drehen gemerkt, dass da etwas geht. Und dann heute musste ich umbauen, hab das S8 dort hingestellt wo sonst der Mini steht (der ist bei einem lieben Freund) und kurz eingeschalten. Naja… und der Rest ist Geschichte. Den Sound hatte ich – Dank der Anzahl an Regler – binnen kürzester Zeit, ein bisschen Effekt hier, etwas weniger dort… ein paar Akkorde gespielt und dann dachte ich mir „Das gibt es ja nicht“. Das lässigste war aber der Aufnahmeprozess… alles direkt in der DAW, kein Umkabeln.

    Gestern bei upbeat haben wir den 106er angespielt und waren beide ziemlich angetan. Den, sowie das neue OS muss ich mir noch laden. Aber davor muss ich erst mal nachsehen wie ich die Sounds absichere. 😉 Wenn Du das nächste Mal kommst, habe ich hoffentlich eine Bank voller Sounds. Sie werden nicht so klingen wie Dein Jupiter oder der JUNO, aber mal sehen was Du dazu dann meinst.

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply
Rüdiger Gaenslen

Ja, das denke ich auch. Die JP8 presets im System 8 waren wirklich nicht sonderlich toll. Im übrigen sind sie es auch nicht beim Jupiter 8. Wenn man sich etwas intesiver damit beschäftigt, merkt man doch deutlich, dass doch deutlich mehr geht, als das Gewohnte. Die Hersteller machen immer den Fehler, dass sie den Klassikern nacheifern. Das misslingt natürlich regelmäßig, weil das Original einfach nur das Original bleibt und alles andere nur die annähernde Kopie ist. Man muss die modernen Synthesizer einfach mit dem nutzen, was sie an Features bereithalten und dadurch kommen einfach mehr neuere und möglicherweise auch interessantere Klänge zu Tage.

Reply
Georg

Hey Peter, wir müssen dann wohl zum Minimoog Shootout noch ein JP-8 und Juno 106 Shootout einplanen…

Reply
    Peter M Mahr

    ???

    Liebe Grüße,
    Peter

    Reply
Oliver

Irgendwie wurde mein Kommentar „verwurstet“, daher nochmal (zum Glück gibt’s die Copy-Funktion):

Ich hoffe, dass ich mit einer kritischen Anmerkung nicht falsch verstanden werde, aber mein erster Eindruck beim Anhören war „langweilig“… Mir geht es gar nicht darum, ob das Pad nun genau wie ein JP-8 klingt (und das sage ich als ehemaliger Besitzer aller 3 originalen Roland Boutique-Synths), sondern um das „Klangerlebnis“. Ja, es tönt schön (virtuell) analog und sanft und rolandig und angenehm. Aber dann auch wieder recht eintönig (trotz poly *gg*) und wenig inspirierend. Aber klar, das System-8 möchte eben primär alte Klassiker emulieren und nicht neue Ideen in Punkto Synthese, Modulation etc. einbringen. Schade eigentlich. Denn genau ein solches Konzept würde ich mir (wieder) wünschen, vielleicht als Anlehnung an den Arturia Origin oder u-he Diva. Ein JP-8 VCO mit einem Juno-106 Filter kombiniert und dazu noch einige abgefahrene Modulationen oder zusätzliche Oszillatortypen, die die Originale nie hatten.
Naja und alleine wenn ich mir das Leichtplastik in meinen Händen vorstelle. Sorry, sicher ein toller Synth, aber dann lieber gleich VST plus ordentlichem Controller.
Wollte hier aber niemand die Lust am System-8 mies machen…

Reply
    Rüdiger Gaenslen

    Der System 8 scheint mächtig zu polarisieren. Das eine Lager lobt die gute Klangengine und die ACB-Technologie, die anderen sagen, billiges Controller Keyboard mit Software drin. Ich denke auch, dass der System 8 vor allem für den Life-Einsatz gedacht ist. Für das Studio würde ich mir wahrscheinlich lieber gute Plug-Ins beschaffen und ein gutes Controller Keyboard. Peter zeigt dennoch, dass man mit den Möglichkeiten sehr weit kommt, was er auch mit dem Jupiter-80 eindrucksvoll bewiesen hat.

    Meiner Meinung kranken alle neuen polyphonen Synthesizer (auch die analogen) daran, dass der Druck bei geöffnetem Filter verloren geht und Obertöne vielfach dünn und „brazig“ klingen. Ich habe dies bei meinen DSI-Instrumenten festgestellt, insbesondere wenn ich einfach mal nur einen fetten Stringsound oder ein gutes Brass-Patch gebraucht habe. Da halfen auch Vintage-Modulationen, wie Slop-Regler, Filtermodulationen über LFO, Poly- oder X-Mode etc. nicht. Vielleicht liegt es einfach auch an mir, dass ich nicht in der Lage war, da mehr rauszuholen, nur die Werkspresets haben mich auch nie vollends zufrieden gestellt und mit den internen Effekten wird das Ergebnis dann doch nach meinem Geschmack oft weichgespült. Ich will jetzt Peters Seite nicht dazu missbrauchen, meine Klangbeispiele zu bewerben, aber nachfolgendes JP-8 Pad-/String-Demo zeigt m. E. ganz gut auf, was ich meine. Bei Low-Pass-Pads sind die Unterschiede nicht so sehr hörbar, nur sobald man das Filter öffnet (ab 1:58), offenbart der Jupiter-8 seine wahre Stärke bei den berühmten Strings. In diesem Beispiel kommt noch hinzu, dass ich 4 Oszillatoren mittels des Dual-Mode gespielt habe. Das Reverb von Strymon habe ich eher subtil eingesetzt, um den Klangcharakter des Jupiter-8 nicht zu sehr zu verwässern.

    https://soundcloud.com/r-diger-gaenslen/roland-jupiter-8-magic-pad

    Dennoch, nicht falsch verstehen, wenn man die Preise für Jupiter-8 anschaut, wird man mit einem System-8 oder sehr guten Plug-Ins zu einem Bruchteil des Einsatzes wohl rund 90% des klassischen Sounds und möglicherweise darüber hinaus noch viel mehr erreichen.

    Liebe Grüße
    Rüdiger

    Reply
      Peter M Mahr

      Lieber Rüdiger,

      Du, genauso wie jeder andere, kann sehr gerne seine Beispiele verlinken. Gut wäre halt, wenn sie thematisch passen, was hier eindeutig der Fall ist.

      Ebenso freue ich mich über andere Standpunkte, wie z.B. den von Oliver in diesem Beitrag.

      Was Du über den Klangcharakter in oberen Lagen schreibst deckt sich mit meiner Wahrnehmung. Egal ob analog oder digital. Ich musste auch bei diesem S8 Klang ziemlich am CutOff, der EG Intensity und dem Key Follow schrauben um dorthin zu gelangen wo ich wollte. Der Mini hat obenrum auch viel zu bieten (ein Hauptunterschied zu dem Voyager den ich hatte), ist dabei aber angenehmer. Am Schönsten tönt in dieser Hinsicht aber das M15. Aber das hat auch einen Schalter um den Filterbereich zu verschieben,

      Mal sehen was mit dem S8 noch geht. Omnisphere habe ich am Samstag gespielt und ist sogleich von meiner Liste verschwunden. Keyscape ist dafür weiter rauf gerückt, wobei mir dort die Kombinationen am besten gefallen.

      Liebe Grüsse,
      Peter

      Reply
    Peter M Mahr

    Ich getraue mich das SYSTEM-8 dahingehend (noch) nicht zu beurteilen. Dafür hatte ich bisher einfach zu wenig Zeit und ein, zwei schnell erstellte Sounds sind für mich nicht aussagekräftig.

    Ob das Jupiter Plug Out nun klingt wie das Original ist nach meinem Dafürhalten im besten Fall zweitrangig. Nach dem Auspacken und Durchspielen der Sounds war ich erstaunt (um es einmal höflich auszudrücken), da ich den Boutique Zwerg deutlich besser in Erinnerung hatte. Völlig unerwartet. Für meine Zwecke braucht es genau diese Form eines Pads, bzw. dessen Abwandlungen, das was mit kam gefällt mir nicht. Daher dieses Beispiel.

    Wie an anderer Stelle, vermutlich auch hier im Blog schon vor einiger Zeit festgestellt, würde mich die freie Kombination der Bausteine sehr reizen. Es bliebe dann aber immer noch in der „Analog“ecke. Wenn ich das überfällige OS Update durchgeführt und auch das JU-106 PlugOut installiert habe, bin ich einmal eine zeitlang eingedeckt. Und das Schöne daran, ich muss zum Spielen und Klänge erstellen nicht den Computer einschalten. Aber ich kann. Und dann lässt sich das S8, wie in diesem Beispiel, direkt aufnehmen. Zwar derzeit noch nicht ganz optimal, da das Audiointerface auch aktiv ist, aber dafür findet sich bestimmt eine Lösung. Das heisst aber gleichzeitig nicht, dass das S8 der polyphone Synthesizer ist, den ich suche. Einen mit mind. 6-8 Stimmen suche ich, als Hardware, mit sehr gutem Grundsound, egal ob analog oder digital. Der SOLARIS wäre es vielleicht, fände ich die Bedienung gut und ihn vom Preis her erschwinglich. Roland gefällt aufgrund der Flexibilität. Was am Ende an Sounds aus einem Synthesizer rauskommt hängt aber in erster Linie von dem ab, der ihn bedient.

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.