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Roland 909 day

3. September 2016 - Fundstueck, Studio
Roland 909 day

Wenn das Fakes sind, dann ziehe ich meinen Hut vor dem, der diese kreiert hat! Die Liebe zum Detail und das handwerkliche Geschick ringen mir Bewunderung ab. Sollten die Bilder hingegen „leaks“ sein, dann könnte das SYSTEM-8 so manchen meiner im Behringer Eintrag gelisteten Wünsche erfüllen.

Viel wurde in den letzten Wochen spekuliert. Es gab einige kreative Ideen, eine davon hat mir besonders zugesagt (geschmeichelt?), da eines meiner Roland Jupiter-80 Fotos dafür herhalten musste. So bereitet es Freude zu sehen, dass meine Fotos verwendet werden [Vanity off].

Gehen wir einmal von leaks aus und beginnen mit dem SYSTEM-8.

System8-xlarge

Kommen wir nun zu einigen der Bilder, die seit Kurzem auf gearslutz zu finden sind. Da ist einmal das SYSTEM-8 mit einer – aus meiner Sicht – vernünftigen 4 oktavigen Tastatur. Und siehe da, ein

VOCODER!

System8-1

OSC1, OSC2, OSC3/Sub
Plug Out 1, Plug Out 2 und Plug Out 3

System8-2

Step Sequencer!

System8-3

System8rear1

System8rear2

Aber damit nicht genug, der „909 day“ wird anscheinend auch anderweitig gebührend gewürdigt werden.

TR09-xlarge

TR092

So wie es aussieht, sollen auch die Freunde der Roland TB-303 auf Ihre Rechnung kommen.

TB03-xlarge

TB033

Mal sehen, wie es sich hier verhalten wird – VP-03, Truth or Fake?

imgext.php

Freitag, den 9. September wissen wir Genaueres.


Quelle: gearslutz User „ONEFOOTIN“, VP-03 by ToyBox

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20 thoughts on “Roland 909 day

Rüdiger

Hallo Peter,

das wird wahrlich ein Freudenfest. Ich bin gerade beim googeln nach „909 day“ auf deinen Blog gestossen.

Schon den Bedienelementen des System 8 zu urteilen, werden wir sicher nicht enttäuscht werden.

Die größte Überraschung ist für mich der VP03. Dieses Instrument kostet auf dem Gebrauchtmarkt mittlerweile ein kleines Vermögen, wenn es überhaupt mal erhältlich sein sollte.

Reply
    Peter M Mahr

    Hallo Rüdiger,

    Da sieht man wieder einmal wie klein die Welt ist. 🙂

    Immer vorausgesetzt, dass es sich hier um „leaks“ und keine „fakes“ handelt, dann wird das zwar teuer, vor allem aber interessant für mich.

    Schön wäre, wenn das SYSTEM-8 ein auf der AIRA Technologie basierender „neuer“ Roland Synthesizer wäre und die Plug-Outs die eigene Geschichte zeitgemäss in das Instrument holt. Wenn es nur die Geschichte ist, dann gibt es für mich auch keinen wirklichen Grund, denn auch wenn ich mir etwas Neues wünsche, wenn ich mir meine Sachen anhöre, dann reicht wohl alt aus. 🙂

    Sollte das SYSTEM-8 achtstimmig Polyphon sein, dann gibt es eine ganze Menge interessanter Aspekte. Nebst Jupiter-8, Juno-106 und JX-3P, gibt es ja noch andere geschichtsträchtige Polyphone aus dem Hause Roland. Ad hoc fallen mir da ein Jupiter-4 und Jupiter-6, dann natürlich der Juno-6/60 sowie JX-8 und JX-10. Inwieweit JD-800, D-50 und sinnvoll wären, lasse ich einmal aussen vor. Spannend wird es aber mit den existierenden Plug-Outs, wird das System-1 auch geladen? Ist es dann gar polyphon? Was ist mit den Promars und SH-2 Plug Outs?

    Weiters finde ich interessant, dass das SYSTEM-8 offenbar einen Vocoder an Board haben wird. Als Eingänge kommen im Gegensatz zum VP-03 Klinkenbuchsen (Line/Mic Level), also keine XLR Buchse zum Einsatz. Deren gibt es sogar zwei Stück, was z.B. das Filtern externer Sounds ermöglichen könnte. Das Signal könnte in weiterer Folge dann beigemischt werden und zeitgleich die Effektsektion des S-8 nutzen könnten. Dann gibt es CV und Gate Out, symmetrische Ausgänge – was mich freut – und natürlich den Trigger In. Letzterer findet sich auch auf der TB-03. Was ich jetzt nicht gesehen habe ist, ob es Trigger Out bei der TR-09 gibt.

    Erwartungsgemäss geht das Nörgeln schon los. Auch, wenn wir aktuell nichts wirklich wissen, aber gesetzt den Fall diese Informationen sind valide, dann frage ich mich wie man überrascht sein kann, dass Roland an der AIRA Technologie festhält? Wer den Jupiter-8 Ersatz für unter 1.000 Dollar will, der hat den Behringer DM12. Übrigens mal sehen, wie viel er dann in Europa kosten wird, da ja hier die Preise immer „etwas“ höher liegen. Let’s face it, „digital“ hat in den letzten Jahren ordentlich aufgeholt und wenn die Instrumente am Ende richtig gut klingen, sich ebenso gut bedienen lassen, sprich das Spielen und damit Arbeiten einem eine Freude bereiten, dann hat Roland aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Ich schliesse aber mit meinem typischen…. Mal sehen. 😉 Am Freitag wissen wir mehr. Nicht alles, aber mehr. Und auf den Freitag freue ich mich nun umso mehr.

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Addendum: Den VP-330 habe ich vergessen.

    Reply
      Peter M Mahr

      Eines vielleicht noch als Ergänzung, da ich jetzt die Brille auf habe. Da steht „Patch“, „Performance“, „Upper“, „Lower“ und dann sollte man „A“ bis „H“, sowie „1“ bis „8“ nicht übersehen, mit den darunter befindlichen „1“ bis „16“. „Trigger In“ könnte mit dem „Trigger Out“ der TR-09 eine spannende Kombination geben. Ich denke im Kontext mit den 3 Plug Outs genug Ausgangspunkte für zahlreiche Spekulationen. Und ist das da ein SD Card Slot?

      Reply
        Rüdiger

        Ja, ich denke auch, das das System eine sehr vielseitige Plattform für diverse Plug-Outs sein wird. Wenn dann neben den Klassikern auch die gut klingenden JX-8P oder Super Jupiter mit zahlreichen Bedienelementen wieder auferstehen, ist das sehr spannend.

        Interessant ist, dass sich Roland Konkurrenz im eigenen Haus zu machen scheint oder wer weiß? Vielleicht kaufen Fans weiterhin die TR-8, weil es dort alle Drumcomputer vereint und daneben noch die sexy ausschauende 909 Reinkarnation.

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          Peter M Mahr

          Das Thema Redundanz ist mir auch in den Sinn gekommen. Aber wenn Roland z.B. die CR-78 für die TR-8 rausbringt, dann wird das von Dir ins Treffen gebrachte gute Argument noch einmal deutlich unterstrichen. Jedenfalls ist das ein ziemlicher „Schlag“, im positiven Sinne, dessen Zeitpunkt mich einerseits erstaunt, dann aber wieder auch nicht, Stichwort Weihnachtsgeschäft.

          Reply
Christian

Hallo Peter, schöne Website, sehr ästhetisch, wie Deine Fotos 🙂
Und meinungsmäßig auch mal gegen den Mainstream, was ich angenehm finde. Ich gebe gerne zu, dass mich der Desktop-KARP mehr elektrisiert als der ganze Rolandkram; aber den Vocoder VP-03 würde ich mir sofort zulegen. Allerdings – auf dem Foto wirkt das schon merkwürdig, dass die Tastatur scharf und das Instrument komplett in der Unschärfe ist… Grüße aus Berlin! Christian aka Costello

Reply
    Peter M Mahr

    Hallo Christian,

    Gute Gelegenheit hier noch einmal festzuhalten, dass die Fotos alle von Gearslutz und da von zwei Usern stammen. Beim VP-03 bin ich so wie Du ein wenig skeptischer, würde mich aber sehr freuen hier falsch zu liegen. Wobei dann die Frage sein wird, worin soll sich der Vocoder des VP-03 von dem des SYSTEM-8 unterscheiden? Wie ist das mit den Bändern. Ich hatte bis vor Kurzem einen SVC-350, der so seine Eigenheiten hatte. Man hat die Stimme immer noch durchgehört, der eine oder andere Schieberegler war zwar in Ordnung, aber die Vertrauenswürdigkeit war nicht gegeben. Kurzum, ich würde mich sehr freuen, wenn es den VP-03 gäben würde. Eben habe ich auch begonnen ein wenig zu überlegen was mir eine TR-09 (Trigger Out!) brächte. Im Falle der TB-303 gab es meinerseits nie Begehrlichkeiten. Ich habe bewundert was andere damit gemacht haben. Punkt. 🙂 Als da ist die Versuchung gering.

    Eine zusätzliche Sache kam mir noch in den Sinn, wenn hier wirklich mehrere Roland Geräte einziehen sollten, dann wäre der AIRA Mixer fast eine Überlegung wert. aber da würden sich M15 und der (hoffentlich) bald eintreffende Monophone nicht erfreut… wobei… Eingänge gäbe es ja. Ich sehe schon, dass ich mich mit der Verkleinerung anfange anzufreunden. Beim SYSTEM-8, wenn es denn kommt, wäre es z.B. toll wenn man verschiedne Oszillatortypen verwenden könnte. Das würde dann meinem offenbar mittlerweile rudimentär gewordenen Wunsch nach „Neuem“ Rechnung tragen.

    Das KARP Modul finde ich so wie Du, vermutlich aus ähnlichen Gründen ;), sehr interessant. Die nicht Speicherbarkeit… ok, damit müsste ich mich wohl abfinden. Alles Leben ist Vergänglichkeit. 🙂 Die Mittenrastung bei der Pitch des OSZ1 wäre auch noch auf meiner Wunschliste, einfach weil man mit einmal leicht ankommen wieder herumtun muss. Vermute das ist ein Relikt aus den Zeiten wo man nach 30min sowieso nachstummen musste. Korgs Preis halte ich für ziemlich ambitioniert, allerdings ist der DM12 für mich sowieso kein Thema, aber eher allgemein gesprochen. Ich weiss zwar nicht was Uli Behringer für einen VK in der Eurozone plant, aber der KARP ohne Tasten zu dem Preis….. [räusper], die Ratio ist da gerade bei mir auf Urlaub.

    Danke für Dein Feedback zu meiner Webseite. Das freut mich. Übrigens wird es hier bald eine neue Rubrik geben – synTRK. Diese verfolgt das Ziel anhand einer Multitrack Aufnahme ein Musikinstrument im musikalischen Kontext vorzustellen und über dessen Stärken und Schwächen zu diskutieren. Das Konzept versteht sich nicht als Konkurrenz zu (qualitativen und aufwendig gestalteten) Testberichten wie z.B. von KPR, Moogulator, Florian Anwander, etc. auf Amazona, oder Theo Bloderer auf greatsynthesizers, sondern als Ergänzung. Vielleicht interessiert es Dich ja.

    Liebe Grüsse vom Zürcher See nach Berlin,
    Peter

    Reply
      Christian

      Hallo Peter, Dein synTRK-Projekt finde ich sehr spannend. Ich weiß ja, dass es eine Menge Puristen gibt, die am liebsten nur reine Sägezahn- und Pulsschwingungen hören wollen, völlig ohne Effekte. Der obligatorische Filtersweep ist das schon das Höchste der Gefühle 😉 Ich habe – solang das Instrument nicht in Effekten ertrinkt – überhaupt nicht gegen den wet sound und bekomme auch keinen Ausschlag, wenn jemand Melodien spielt. Im Gegenteil, man macht EBM oder DM-Revival oder Berliner Schule – und will wissen, ob sich das jeweilige Instrument in diesem Zusammenhang sinnvoll einsetzen lässt. Ich jedenfalls ticke so und freue mich deshalb über Multitrack-Aufnahmen und einen musikalischen Kontext. 🙂
      Den KARP-Preis (Themawechsel) finde ich jetzt nicht so schlimm, denn für einen Original White Face werden immer noch Liebhaberpreise aufgerufen und den orangenen kann man sich eigentlich nur mit der Filtermodifikation vom heiligen Eric in den Niederlanden antun und diese Geräte haben dann meistens auch ADSR-Modifikationen und ähnlich, was diese Teile interessant aber eben auch teuer macht. Billy Curry hatte ja damals wohl den goldfarbenen auch noch ohne PPC, sondern mit Drehknopf – aber den finde ich zu barock von der Anmutung – deshalb ist er als Desktop jetzt auch gar nicht vorgesehen.
      Die fehlenden Speicher sind für mich kein Problem – wenn der Syncsound eingestellt und der Flanger optimal darauf angepasst ist, wird da nis mehr verändert 😉 LG, Christian

      Reply
        Peter M Mahr

        Hallo Christian,

        > Im Gegenteil, man macht EBM oder DM-Revival oder Berliner Schule – und will wissen, ob sich das jeweilige Instrument in diesem Zusammenhang sinnvoll einsetzen lässt.

        Das finde ich ist eine sehr gute Beschreibung der dahintersteckenden Intention von synTRK.

        Mir ist wichtig zu betonen, dass synTRK ein Projekt ist, dass der Gemeinschaft nutzen, aber auch von der Gemeinschaft leben soll. D.h., ich kann mir gut vorstellen, dass es bei einer entsprechenden Entwicklung eines Tages entkoppelt wird. Aber das ist ferne Zukunftsmusik, da wir eine kleine Gruppe sind und man erst einmal sehen muss wie sich die Dinge entwickeln. Das Echo ist bis dato aber sehr erfreulich. „synTRK001“ ist fertig und hat mich ziemlich beeindruckt (auch nachdenklich gestimmt, in einem positiven Sinn). Mehr dazu aber im entsprechenden Blogeintrag als Kommentar dort. Es freut mich sehr, dass Du dieser Idee ebenfalls etwas Positives abgewinnen kannst.

        Beim KARP Modul Preis wüsste ich gerne wann die Entscheidung gefallen ist. Ich glaube, dass der DM12 schon einiges an Unruhe in den Markt bringt, egal wie er dann am Ende klingt. Korg hätte wohl auch schwer den Preis drastisch senken können, da man wohl nur schwer den KARP Keyboardbesitzern hätte vermitteln können, dass die Tastatur eine Differenz von 350 oder 400€ rechtfertigt. Die Preise für das Original habe ich einmal bewusst entkoppelt. Da muss ich auch sagen, das interessiert mich gar nicht, da der KARP Ody wirklich gut klingt. Ob er dann 87% oder 94% wie das Original klingt…. das spielt für mich keine Rolle.

        Wenn ich mich jetzt recht entsinne, habe ich Billy Currie mit zwei Ody Versionen spielen gesehen. Aber letztendlich ist das nur eine Facette, denn der Nachbau ist gut genug. Gerade heute Früh habe ich erst einem Freund geschrieben, dass mich am KARP Ody so beeindruckt, dass er eigentlich über den gesamten Frequenzbereich gut klingt. Egal ob Bass oder Lead.

        Langer Rede kurzer Sinn, das KARP Modul ist für mich interessant, da ich mich von der Keyboardversion aus mehreren Gründen getrennt habe. Zusammengefasst könnte ich jetzt etwas provokant schreiben „Der Spielzeugcharakter“, vor allem der Tastatur und den grindigen PPCs. Wenn ich am Blog arbeite läuft im Hintergrund oft iTunes im Random Mode und da spült es immer wieder, ab und zu Demofiles hoch. Und wann immer eines läuft in dem der Ody verwendet wurde, denke ich mir „Schade, klanglich ist er wirklich dort was mir gefällt“. Je nach Budget und je nach Firmenpolitik kann ich mir das Modul hier gut vorstellen. Vermutlich in der MkI Version.

        > Die fehlenden Speicher sind für mich kein Problem – wenn der Syncsound eingestellt und der Flanger optimal darauf angepasst ist, wird da nis mehr verändert.

        Ich hatte leider drei Lieblingssounds, wovon einer im Bassbereich angesiedelt war und aus der Erinnerung heraus waren die Ergebnis auf Augenhöhe mit den Smartphone Fotos, sprich zum Vergessen. 😉

        Liebe Grüße,
        Peter

        Reply
charlotte

Na hoffentlich ist an der 909 & 303 was dran und hoffentlich auch echt nicht wie die anderen boutique sachen die nur etwas vorgeben zu sein von dem sie sehr weit entfernt sind.

Reply
    Peter M Mahr

    Hallo Charlotte,

    Mich haben die Boutiques positiv überrascht. Der Eindruck ist aber nicht primär vom verhältnismässig geringen Preis getrieben. Mich interessiert, was Dir an den Boutiques missfällt? Bezogen auf die Bauweise, teile ich die Kritik. Beim JP-08 sind die Bedienelemente einfach zu eng beieinander, vor allem aber die Regelwege nach meinem Dafürhalten zu kurz. Mehr zum Thema Roland Boutiques in Bälde hier im Blog.

    Falls die Bilder keine Fakes sind, dann finde ich die TR-09, den VP-03 und vor allem das SYSTEM-8 interessant (z.B. Trigger Out – Trigger In SYSTEM-8). Rein von der Bauweise (Stichwort Seitenteile) sieht die TR-09 anders aus und könnte grösser sein. Da ist aber vielleicht der Wunsch der Vater des Gedanken, denn die Bedienung stelle ich mir bei gleicher Baugrösse wie beim JP-08 nicht einfach vor. Zumindest für meine Hände.

    Und was die 808 betrifft, wer weiss, vielleicht hebt Roland sich die für den 808 day nächstes Jahr auf. Ich bin einmal gespannt was am Freitag wirklich präsentiert werden wird und wenn diese Bilder stimmen, wie die Spezifikationen aussehen.

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply
charlotte

wobei mir doch die 808 um einiges lieber gewesen wäre aber wollen wir mal nicht meckern.

Reply
charlotte

Hallo, wolltest doch gerne wissen was mir an den boutiques missfällt. Also an der Optik und dem Konzept gibt es erstmal nichts zu meckern.

Aber die Innneren Werte find ich nicht wirklich gelungen. Fangen wir mit dem Model an was mir am wenigsten gefällt eine Ikone wie den Jupiter 8 zu nachzubauen und dann ohne den super Arpeggiator ist wirklich eine Schande die Random Funktion des Arps ist beim Jupiter 8 ist einfach der Hammer. Ist gibt zwar einen Sequencer oder sowas aber der hällt bei weitem nicht mit. Der Klange des Jp8 hat mit dem Orginnal naja nicht wirklch viel zu tun das können manche Plugins genau so gut.

Bei den anderen beiden verhällt es sich fast genau so. Hatte die Möglichkeit einen 1:1 vergleich zu machen der Sound geht in die Richtung aber mehr auch nicht. Aber das können bestimmte Plugins genau so oder besser.

Also wenn ich eine Neuauflage eines Klassikers mache dann lieber wie Korg oder Yamaha siehe Korg Ms20mini oder Yamaha Dx200 oder Reface DX das finde ich gelungene Neuauflagen. Wobei der Reface DX nicht ganz mit einem DX7 mithalten kann. Aber cooles modernes Design zeitlos schlicht und schick und auch etwas leichter zu programieren als die alten DXs.

Aber dieses Konzept verfolgt Roland schon seit 20 Jahren bekannte namen leicht abzuwandeln und zu hoffen auf den alten Erfolgszug aufspringen zu können, z.B. MC303, Jupiter 80, SH-201 usw. Dann sollen die doch lieber gleich neue Namen nehmen.

Fazit für mich nichts halbes und nichts ganzes entweder eine richtige Kopie oder dann lieber etwas neues.

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    Peter M Mahr

    Ich sehe es so. Roland hat vor einiger Zeit entschieden sich mehr auf die Zukunft zu konzentrieren und die ist digital. Als sie etwas Neues rausbrachten, den V-Synth, war der Erfolg gegeben, aber eventuell entsprach er nicht den Erwartungen. Was übrigens nichts aus meiner Sicht daran ändert, dass er ein sehr guter Synthesizer ist.

    Dann brach die Renaissance der Analogen so richtig aus, mit einem Retro Fokus, der Moog, DSI und in weiterer Folge anderen direkt (z.B. Oberheim und ARP) oder indirekt (all die anderen, die neu am Markt auftraten und Analoge anboten) in die Hände gespielt hat. Euroreck ist eine Parallelentwicklung die da gut dazu passt. Roland hat offenbar – aus meiner laienhaften Sicht – beschlossen dem nicht zu folgen. Zumindest nicht in dem Ausmass (JD-XA), aber wir wissen nicht was am 9. kommt. Obwohl ich nicht mit analogen Instrumenten rechne. Kann aber mit einem Irrtum gut leben.

    Was die – wie Du richtig schreibst – Ikone betrifft, da finde ich hat es Dave Smith gut auf den Punkt gebracht als er auf die ihm immer wieder gestellte Frage warum der OB-6 nicht wie ein OB-8 klingt antwortete – „Wenn Du einen OB-8 willst, dann kauf Dir einen OB-8“. Und genauso verhält es sich aus meiner Sicht mit dem Jupiter-8. Er klingt gut, sieht toll aus, die Verkaufspreise sind jenseits von Gut und Böse und er ist ein Symbol für die echten, guten, alten Analogen.

    Dass der JP-08 den Jupiter-8 zum Vorbild hat ist klar, ebenso wie der Umstand, dass er diesen nicht zu 100% abdeckt / abdecken kann. Nichtsdestotrotz gibt es da sehr wohl etwas im Sound, dass zumindest mich an den Jupiter-8 erinnert. Und das ist nicht so wenig. Andererseits sehe ich im JP-08 ein Instrument für die (grosse) Hosentasche, das ich schnell einmal einpacken kann, wenn ich will, und mit Batterien versorgt auch mal im Grünen eingesetzt werden kann. Zum Jupiter-8 Ersatz wird er deswegen nicht.

    Was die Namensgebung betrifft, da bin ich ganz bei Dir. Der Jupiter-80 ist das beste Beispiel dafür. Denn mit der Namensgebung hat man sich selbst keine Freude und auch keine Freunde gemacht [Ich glaube das auch so, oder ziemlich ähnlich in meinem Erfahrungsbericht hier geschrieben zu haben]. Der klingt nämlich richtig gut, ist gut verarbeitet, hat vielleicht zu wenig direkte Klangeingriffsmögöichkeiten, aber ist unterm Strich weit unter Wert geschlagen. Und das weil er den Namen „Jupiter“ trägt und dann auch noch die „8“ als Bürde mit sich trägt. Denn mit dem hat er gar nichts zu tun. Seitens Roland gab es, wenn ich mich jetzt recht entsinne, die Erklärung, dass die „top of the line“ Produkte als Jupiter bezeichnet wurden und damals hat man Synthesizer zur Imitation manueller Instrumente herangezogen. Kann mich noch gut an das MS-20 Manual erinnern in dem alle möglichen Instrumente von Oboe über Klarinette bis Violine „eingestellt“ werden konnten. Viele User sahen das ziemlich sicher anders.

    Das SYSTEM-8 wird in der Hinsicht wohl die Nagelprobe werden, wenn es den Jupiter-8 als Instrument nachbilden soll. Wenn es ihn geben sollte, dann würde sich ein A/B Vergleich anbieten. Vielleicht macht Marko das ja.

    Was die anderen „Reinkarnationen“ betrifft, Yamaha hatte es mit dem DX ja verhältnismässig einfach, weil er der digital ist. Korg MS-20, ebenso wie der Ody sind zwar analog, aber Monophone. Hast Du schon einmal einen Jupiter-8 geöffnet gesehen? Aber man weiss ja nie, vielleicht gibt es eines Tages einen analogen Jupiter-8 MkII. Er sei allen, die sehnsüchtig darauf warten, von ganzem Herzen gewünscht. Vielleicht käme dann auch das Roland Gebashe zu einem Ende und vielleicht gäbe es dann auch mal wirklich etwas Neues. Denn darin sehe ich den wirklichen Nachteil der letzten Jahre. Die Entwicklung hat eine 180° Wendung gemacht. Klar wäre es schön im SYSTEM-8 verschiedene Oszillator Modelle miteinander zu kombinieren, die „Variation“ in der LFO Sektion ist ein Hinweis in die Richtung. Vielleicht ist das Entwickeln von AIRA notwendig um zunächst einmal Altes nachzubauen, in einer zweiten Phase miteinander zu kombinieren was bis dato nicht wirklich ging (ähnlich Diva) und in einer dritten Phase kommt etwas Neues.

    Und ja, das SYSTEM-8 finde ich interessant und das es digital ist, stört mich solange nicht, solange es gut klingt. Dass Analog nicht immer optimal klingt und der Unterschied der zwei Welten seit Diva ein verschwindend kleiner geworden ist, ist aus meiner Sicht in unserem Interesse. Aber vielleicht sollte ich mit dem „unser“ nicht zu generös umgehen, da ich nur für mich spreche. Jedenfalls bin ich gespannt was das SYSTEM-8 liefern wird. Wird es irgendetwas an meinem musikalischen Output ändern? Ziemlich sicher nicht.

    Um mit den Boutiques abzuschliessen. Sie sind bei einem pragmatischen Ansatz bestimmt keine schlechte Wahl. Zumindest ich finde die beiden, die hier stehen, gut. Für Pads und polyphones Spiel, mit nicht zu ausgefallenen Klangwünschen richtig gut. Die „vier“ Stimmen erachte ich als grösste Einschränkung ansonsten wüsste ich gerne wie viele Exemplare Roland verkauft hat. Denn irgendwie will ich nicht glauben, dass sie ein Flog sind. Nicht, dass die Mehrheit immer Recht hat. Aber sie liegt auch nicht immer falsch.

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply
      charlotte

      Was soll ich dazu sagen um deinem geschriebenen richtig zu antworten müsste ich die ganze Seite zuposten.

      Zu dem was Dave Smith gesagt hat, finde ich richtig. Aber DSI schafft es meiner Meinung die Klassiker modern und zeitgemäß umzusetzen.

      Reply
        Peter M Mahr

        Das kannst Du wirklich gerne machen. Meinungsaustausch ist hier absolut gewünscht und meine Kommentare sind ja auch nicht die kürzesten.

        Und was Roland betrifft, sie haben sich entschieden die „digitale“ Route einzuschlagen. Der JD-Xa war vermutlich ein Versuch und man hat ja gesehen, wie die „Community“ reagiert. Exakt so wie beim V-Synth. Und was passierte später? Der V-Synth ist heute Kult und schau Dir z.B. auf gearslutz an, wie sich die Meinung zum JD-Xa mittlerweile geändert hat.

        Ad SYSTEM-8, da zitiere ich an dieser Stelle einen geschätzten Kollegen und Synthesizerfreund „Beim System-8 will der Funke nicht überspringen.“… bei mir bis dato auch nicht. Aber dazu gibt es hier ohnehin einen eigenen Blogeintrag wo ich mich zu den Videos und Klängen geäussert habe.

        Reply
charlotte

So ist es raus und mal wieder das selbe wie immer, für mich enttäschend für mich ist Roland durch wenn die nächste Zeit nicht irgndwas bahnbrechendes kommt. Schade

Reply
charlotte

Ja klar einen Jupiter oder einen CS80 wird man nicht so einfach nachbauen können wie einen MS20 aber dann soll man es ganz lassen und lieber was neues machen wie z.B. den Minilogue welchen ich auch sehr gelungen finde. Aber das andere scheint mir recht unkreativ und sieht für mich so aus möglichst viel Geld mit den alten Namen zu machen.

Reply
    Peter M Mahr

    Jupiter-8 und später auch Juno-106 sind die Zugpferde, das stimmt, aber das SYSTEM-8 als solches ist „neu“. Wobei „neu“ im Bereich von analog, bei mir generell ein Lächeln auslöst. Aber ich mag mir nicht meine Modularfreunde vergraulen.

    Reply
    Oliver

    Also als ehemaliger (zum Glück) Minilogue Besitzer kann ich nur sagen, dass gerade der Minilogue so gar nichts Neues gebracht hat. Weder vom Klang noch von der Ausstattung. Und überall hat man das Gefühl, dass eine wichtige Funktion dem Rotstift zum Opfer gefallen ist, um den Preis in den Zielregionen zu belassen. Da war Korg fast schon mit dem Odyssey kreativer… Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung.

    Reply

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