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Sunday

20. November 2016 - Musik, Video

Ern(e)st interpretation(s) of „Sunday“

Video: Ernst Hefter
Music: Peter M Mahr

Schlagwörter:

9 thoughts on “Sunday

Georg

Gefällt mir, schön melancholische Stimmung, der alternativ Titel könnte November Blues sein. Vom Mix finde ich die Einblendungen der Natursounds etwas störend, passt für mich nicht mit dem Klavier/Hall-Sound zusammen. Am Anfang saugt es einen in die Stimmung, später bei den Enten und dem Wind könnte es ohne evtl. besser funktionieren.

Ansonsten, Wien und Prater, einfach schöne Orte, leider etwas weit weg für einen mal eben Trip…

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    Peter M Mahr

    Hallo Georg,

    Guter Einwand.

    Der Wiener Prater ist vorwiegend durch seinen Vergnügungsteil bekannt, der tatsächlich nur einen kleinen Teil des Areals darstellt. Der für mich wesentlich schönere Bereich befindet sich entlang der Hauptallee und hinter dem Lusthaus. So eigenartig das jetzt klingt, der Zentralfriedhof und dort der jüdische Teil ist auch einen Besuch wert. Für einen Tagesausflug ist das in der Tat zu weit.

    Liebe Grüsse,
    Peter

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Ernst Hefter

Ja es gibt zwei Betrachtungsweisen.. (wie oft ;-))
Was ich meine ist, das beides etwas für sich hat. Ich hab ab der öligen Kette das Volumen des Originaltones sehr weit zurückgenommen, die Enten schnattern sich aber durch und durchbrechen schon ein wenig die Stimmung. (Nicht durch ihre Taten)
Aber danke für den Tipp, ich dreh mal leiser . 22:14 Uhr! Ist ja rasch erledigt.
Liebe Grüsse, Ernst

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Georg

Hallo Ernst,

ich empfinde nicht das Entengeschnatter an der Stelle, wo die Enten schnattern als störend, sondern die „Aura“ oder das Ambience der Aussenaufnahme, die von der Räumlichkeit mit dem CP1 im Hall für mich nicht so recht passen will. Die Kette war mir gar nicht aufgefallen, akustisch nicht. Vielleicht kann Peter ja mit dem OB-6 ein wenig Wind, Wellen und Entengeschnatter synthetisch erzeugen und dann passend zum Bild in den Mix einbauen.

Wie auch immer, das ist alles Jammern auf hohem Niveau, die Bilder sind klasse, die Musik gefällt mir und alles erzeugt eine wohlig morbide Novemberstimmung.

Danke Euch beiden, macht echt Spass.

Gruss,
Georg.

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    Peter M Mahr

    Hallo Georg,

    Der Peter wird den Rucksack nicht mehr aufschnüren. 🙂 Aus mehreren Gründen. Aus Prinzip, weil fertig für mich fertig ist [purer Selbstschutz, sonst würde ich ein Leben lang an einem Stück herumwerkeln] und dann kommt noch der Umstand dazu, dass ich ausser dem CotK M15 hier nichts mehr habe. Der OB-6 steht nun bei einem netten Kollegen in Glarus. Wobei, gerade den Wind bekäme man mit dem M15 Dank der Filterbank wunderschön hin.

    Wie ich schon schrieb, guter Einwand. Dennoch sind die Enten an der entsprechenden Stelle etwas zu laut, zumal der Rest sehr gut passt. Die Kette nehme ich allerdings nicht (hab’s aber auch noch nicht im Studio gehört), das Reinsaugen hingegen ebenoso wie Du wahr.

    Ich habe mich ausserordentlich darüber gefreut, dass Ernst sich die Arbeit angetan hat. Selbst hätte ich auf einen nebligen Tag gewartet, wäre früh zum Zentralfriedhof gefahren und hätte dort im jüdischen Teil in SW gefilmt. Oder damals in Nizza… ich weiss nicht, ob ich Dir jemals das Foto gezeigt habe, das ich zu dem Stück assoziiert hatte. Da Musik für mich die schönste Form der Kommunikation ist, ist das interessante aber wie mein Stück bei jemanden anderen, in dem Fall bei meinem besten Freund, ankommt.

    Auch, wenn ich genetisch ein halber Deutscher bin, so bin ich doch in meiner Seele ein 100%iger Wiener. D.h. was bei anderen „morbid“ ist, ist bei mir die Farbe gelb oder orange. 😉

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply
Georg

Hallo Peter,

bitte die Kommentare als demütige und immer nur konstruktiv gemeinte Kritik verstehen. Es war nie als Handlungsaufforderung o.ä. gemeint. Von daher alles bestens. Wenn man es sich überlegt, so ist Fieldrecording eine schwierige Sache. Wie kann man etwas aufnehmen, dass es am Ende so klingt, wie man es hört. Unser Gehör ist da nämlich ein Meister im Maskieren und Ausblenden. Auf einer Aufnahme funktioniert das dann aber leider nicht mehr. Losgelöst vom konkreten Beispiel einfach eine Erkenntnis, die ich mir merken werde, auch wenn Fieldrecording nun nicht mein primäres Hobby ist, auch nicht das sekundäre…

Wien konnte ich bisher wohl 3 mal auch etwas länger besuchen. Mein Schwager hat dort einen Teil des Studiums absolviert und ich konnte mit meiner Frau (damals noch nicht) somit bei ihm in der Wohnung absteigen. Der Prater war natürlich ein Ausflug (allerdings in der Tat nicht der Park) und auch der Zentralfriedhof wurde besucht. Das war ich dem Herren Ambros doch schuldig.

Nizza, nein, da klingelt nichts. In Sachen „morbid“, mir weht da gerade so der Duft der Kapuzinergruft durch die Nase oder die hübschen Wände der Katakomben von St. Stephan, da klingelt es schon eher…

Liebe Grüsse,
Georg.

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    Peter M Mahr

    Hallo Georg,

    Kritik ist Kritik und das ist gut, wenn sie konstruktiv ist. Nicht nur, dass ich glaube Dich mittlerweile gut genug zu kennen um Deine Worte richtig interpretieren zu können, habe ich davon unabhängig keines Deiner Worte negativ aufgefasst. Es wäre ja auch ein schlechter Witz, wenn ich hier etwas kritisch im Blog anmerke, aber bei Kritik an meinem Blog, meiner Musik oder mir als Person plötzlich empfindlich bin. Also alles gut und bitte weiter so.

    Als ich vorhin die Fotos für den ersten Arturia DrumBrute Beitrag hier vorbereitet habe lief im Hintergrund „zufällig“ von Falco „Ganz Wien“. Für mich ist das übrigens sein bestes Stück, das einmal am Rande. Aber in diesem Kontext musste ich schmunzeln, zeichnet es doch perfekt da Bild der damaligen Zeit. Gerade fällt mir auf, dass sich hier der Themenkreis schön schliesst. Denn Falco hat mit Ernst eine zeitlang in der selben Band gespielt.

    Was das Foto in Nizza betrifft – hast Du auf den Link geklickt und das Foto gesehen?

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply
Georg

Habe nun das Nizza Foto gefunden. Hatte Caspar David Friedrich schon einen Fotoapparat?

Reply
    Peter M Mahr

    ?

    Danke übrigens für den Hinweis Georg. Ich habe Google bemüht und einige, ganz wunderbare Bilder entdeckt.

    Ich vermute, er hatte die Gabe einen solchen Moment zu verinnerlichen. Meine Wenigkeit musste nur Blende, Verschlusszeit und Ausschnitt wählen. In der Zeit hat er vielleicht überlegt, ob er einen um einen Tick helleren Grauton wählen soll, oder doch nicht. Damit ich nicht missverstanden werde (nicht von Dir), ich meine das nicht spöttelnd, sondern im Gegenteil bewundernd.

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