Menu

synTRK 005: elektron analog KEYS

14. Oktober 2016 - Studio, synTRK
synTRK 005: elektron analog KEYS

Synthesizer: elektron analog KEYS

Multitrack: analog KEYS

Format: 44,1kHz/24bit MP3: 256bit/s

Composer: peter m mahr

analog_keys_top_1000

Multitrack:

Beschreibung:
Der elektron analogKEYS ist ein analoger Synthesizer, der sich durch einige Besonderheiten auszeichnet. So ist er als vierfach Monophoner einsetzbar, was wenn ich mich recht an Peters (Grandl) JD-XA Preview auf Amazona erinnere auch JD-XA bietet. Allerdings gibt es dort keine vier Step Sequenzer, die hingegen der analogKEYS an Bord hat.

Apropos Step Sequenzer, der analogKEYS bietet zusätzlich zwei weitere von denen einer CV/Gate Signale ausgibt. Ein Feature für das es von mir ein dickes Plus gibt. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll, dass sich die vier Monophonen zu einem maximal vierstimmig Polyphonen vereinen lassen.

Dass es Elektron gelungen ist, nicht in das Vintage Vergleichsfahrwasser zu kommen ist schon alleine respektabel, das Design steht dem um nichts nach. Aber zurück zum Klangcharakter, den ich als „eigenständig“ und wenn man so will „modern analogue“ bezeichnen würde. Dabei unterscheidet er sich aber vom Studio Electronics CODE.

Was die Verarbeitungsqualität betrifft bin ich mir ob meiner Einschätzung nicht im Klaren. Das Gehäuse selbst macht einen soliden Eindruck, den Drehregler und Druckschalter bei mir so irgendwie nicht entstehen lassen. Grösstes Manko aus meiner Sicht, das Layout suggeriert mehr Intuitivität als das Instrument letztendlich wirklich bietet. Bei mir entsteht der Eindruck, dass Elektron mir ihre Arbeitsweise oktroyieren will.

screenshot

Nun zur Multitrack Aufnahme. Diese wurde „in einem Rutsch“ eingespielt. D.h. alle „Mute On“ und „Mute Offs“ wurden nicht aufgezeichnet sondern „on the fly“ durchgeführt. Wie man anhand des Screenshots erkennen kann, wurde das Stück direkt von den beiden Stereoausgängen in MOTUs DP aufgenommen. Dort wurde die Stereospur noch mit etwas EQ und Summenkompression bearbeitet. Externe Effekte wurden keine verwendet. Was es hier an Reverb, Delays und anderen Effekten zu hören gibt entstammt dem analogKEYS.

Was mich immer wieder beim Hören erstaunt, ist dass das Instrument letztendlich „nur“ maximal vier Stimmen zur gleichen Zeit zur Verfügung stellen kann. Mittels Delay und Reverb verschwimmt diese Grenze. Klanglich ist der analogKEYS sehr flexibel und wäre seine Bedienung nur etwas intuitiver, würde er unter meine Top 5 Synthesizer kommen. Mit ihm zu spielen bereitet einfach Freude und um es mit den Worten eines geschätzten Kollegen und Freundes zu sagen „Wenn ich von dem Instrument weggehe, dann mit einem guten Gefühl“. Was will man mehr?

analog_keys_in-out

Technische Details zur Aufnahme:
DAW: Mark of the Unicorn Digital Performer 9
Interface: APOGEE Symphony I/O
Effekte: Ausschließlich interne Effekte
Equalizer: Softube Trident A-Range
Summenkompressor: elysia alpha Kompressor


Fotos © elektron

Schlagwörter: , ,

2 thoughts on “synTRK 005: elektron analog KEYS

Wolfgang K.

Lieber Peter, schöner kleiner Track und Deine Einschätzung deckt sich überwiegend mit meiner. Man muss sich tatsächlich in den Elektron Workflow einarbeiten, mehr als bei anderen Herstellern. Möglicherweise bindet das den Nutzer aber auch stärker ans Gerät was ich grundsärzlich positiv finde. Gruß W.

Reply
    Peter M Mahr

    Hallo Wolfgang,

    Eigenartig, ich dachte ich hätte gerade die Antwort versendet und dann war sie weg. Dann also nochmals…

    Schöner Schlusssatz! Und genau so ist es. Ein regelmässiges Arbeiten damit ist zumindest für mich notwendig. Der Klang ist aber richtig gut, was man auch sehr guten Gewissens über den Analog RYTM sagen kann.

    Viel Freude damit.

    Liebe Grüsse,
    Peter

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.