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Yiannis Varoufakis

1. Februar 2015 - Allgemein

Die Hetze der sogenannten „Qualitätsmedien“ gegen Griechenlands neuen Finanzminister nimmt hierzulande derartige Ausmaße an, dass man Yiannis Varoufakis schon alleine deshalb einen vollen Erfolg wünschen sollte. Keine Frage, die Griechen haben betrogen und hinterzogen und was sich da um die verschwundene Liste von angeblich 2.000 Steuerflüchtlingen abgespielt haben dürfte, spottet jeder Beschreibung…. aber genau das haben die Vorgänger verbrochen, oder nicht? Warum wartet man nicht erst einmal die Vorschläge ab und befindet diese dann gegebenenfalls für „dumm“, „schwachsinnig“ etc.?

Ein Lichtblick in der vermeintlichen Qualitätsmedienlandschaft ist jener Blogeintrag, der sich durchaus kritisch mit dem Thema beschäftigt, aber in einer Form, wie es früher in Österreichs Medien üblich und weit verbreitet war. Und NEIN, früher war nicht alles besser. Dass in den Foren von „Die Presse“ und „Kurier“ teilweise die größten Idioten des Landes posten, lässt mich erschaudern! Es erklärt aber auch, wie einer wie Werner Faymann Bundeskanzler und Heinz Fischer Bundespräsident werden konnte. Es ist wohl langsam an der Zeit die Koffer zu packen…..

Aber zurück zu Griechenland

ADDENDUM: Kredit ein „Verbrechen“
Varoufakis fand noch drastischere Worte: „In dieser Lage dem insolventesten aller Staaten den größten Kredit der Geschichte zu geben wie drittklassige korrupte Banker, das war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Die Hilfskredite „zwangen Griechenland in eine Dauerverschuldung ohne Ende, und sie brachten eine stolze Nation gegen eine andere auf“. Denn in Deutschland werde den Menschen erklärt, in deutschen Krankenhäusern müsse gespart werden, „aber wir geben den Griechen 110 bis 130 Milliarden Euro“, ätzte Varoufakis. „Dabei ging dieses Geld gar nicht an die Griechen. Dieses Geld hat nie ein Grieche gesehen. Es ging an französische und deutsche Banken.“

Quelle: kurier.at

5 thoughts on “Yiannis Varoufakis

Jörn

Dasselbe bei uns in Deutschland. Qualitätsmedien sind hier zumeist widerliche, amerikahörige Propaganda-Medien, von deren „Inhalten“ ich nur noch über alternative Medien erfahre, weil ich sie längst ignoriere.

Lesenswert: http://www.spiegelblog.net/tsipras_geisterfahrer.html

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    petermmahr

    Hierzulande verstehen sich noch eine Handvoll Printmedien als „Qualitätsmedien“. Tatsächlich sind es im besten Falle Meinungen, leider immer öfters Propaganda- bis hin zu Hetzschriften, die dort veröffentlicht werden. In die eine politische, oder in deren diametrale Richtung. Journalisten, so mit Recherche und qualitativem Anspruch und versucht neutralem Zugang, die gibt es kaum mehr. Wobei „kaum“ schon sehr wohlwollend formuliert ist. Die sind leider alle schon in Pension (geschickt worden). Besonders schlimm finde ich die „Gutmenschen Prawda“ [©pmm] wie ich sie nenne und was aus „Die Presse“ geworden ist. Bei letzterer tut es besonders weh, da mein alter Herr seit den 70er Jahren Stammleser war und ich den Verfall über die Jahrzehnte beobachten musste.

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    petermmahr

    Übrigens Sickerwitz des Tages, angeblich wollen einige in der EVP Sanktionen gegen Griechenland. In Anlehnung an die damaligen Sanktionen gegen Österreich zu Schüssels/Haiders Zeiten. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, und ich mochte weder den einen noch den anderen, dass die Sanktionen alles andere als zweckdienlich waren – bescheuert würde es wohl besser beschreiben – in erster Linie waren sie kontraproduktiv. Aber klar, die Demokratie wird so lange auf dem Schild getragen, so lange sie dem eigenen politischen Nutzen dient. Oder waren das in Griechenland jetzt keine demokratischen Wahlen?

    Was ist der Sickerwitz? Ausgerechnet der Dachverband (EVP) will die schützen, die neben einer Vielzahl anderer, mit Schuld an der verfahrenen Situation tragen (zB Schonung der grossen Steuerhinterzieher).

    Wenn die EU nicht bald mit Vernunft und Entscheidungen im Sinne Europas in die Gänge kommt, dann sehe ich schwarz…. Jedes Pferd zieht in eine andere Richtung und oben auf der Droschke sitzt Tante Angela mit Peitsche und Headset. ,)

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      Jörn

      Griechenland: Ich bin beeindruckt, wie die neue Mannschaft loslegt. Nix mit Wahlversprechen vergessen, sondern gleich mal die Troika rausgeworfen. Zudem sollen dort nun die teuren Dienstwagen verkauft werden. Der Finanzminister nimmt den Billigflieger und das Wahlprogramm nützt endlich mal wieder den weniger wohlhabenden Menschen im Land.

      Gott, ich hoffe inständig, dass diese Partei den Menschen in ganz Europa Hoffnung darauf gibt, dass es auch anders geht und die dann auch endlich mal ganz neu wählen – vor allem in Deutschland.

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        petermmahr

        Ja das habe ich auch gelesen. Da hatte sogar der Kurier Schwierigkeiten etwas Negatives zu finden…. ich warte nach wie vor auf den Vorwurf des „billigen Populismus“. 🙂 Wobei mich die österreichische Printmedienlandschaft schon zu einem Foto inspiriert hat, das ich hoffentlich bald einmal umsetzen werde.

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