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Zeitreise – Meine alte Webseite

4. Januar 2015 - Fundstueck, Musik
Zeitreise – Meine alte Webseite

Heute ist nach langem wieder einmal einer der Tage, an dem „Aufräumen“ und somit die Auseinandersetzung mit Altem angesagt ist.

Ursprünglich wollte ich „Sunday“ in einer Mehrspurversion im AKAI DPS24 aufnehmen um für eine Aufnahmesession gewappnet zu sein. Aber wie so oft gab es a) einen Plan und b) die Option ihn bei erster Gelegenheit über Bord zu werfen..

Nach dem Einschalten des DPS24s zählte mir der treue Studio-Weggefährte eine Vielzahl alter Projekte auf, von denen ich teils gar nicht mehr wusste, dass ich sie aufgenommen hatte. Schlimmer noch, einige zur Gänze aus meinem Gedächtnis gestrichen hatte. Vermutlich aus gutem Grund. Es lebe die Vergesslichkeit, oder die persönliche „Speicheroptimierung“.

Als ich die Projektliste im Display durchging, stiess ich gegen Ende der Liste auf ein Projekt mit Titel „petermmahr“. Kaum geladen, war es auch schon geschehen, eine Zeitreise in die frühen 2000er Jahre. Nach der Filmmusik zu „Twice“ kam ich auf die Idee mit einer eigenen Webseite online zu gehen. Diese war der Vorläufer zum später folgenden  Korg OASYS Blog „blogasys“ und wurde von meinem Freund Michael (Stiedl) gestaltet. Inklusive Logo, das er auch später für „greatsynthesizers“ entwarf, und mit allen von mir gewünschten Feinheiten.

Eine Idee von Michael stach besonders hervor und wurde auch in Flashforen diskutiert. Er hatte mehrere Fotos meines damaligen Studios aufgenommen und diese mittels Flash überblendet. Das mag zunächst unspektakulär klingen, war damals aber eine Herausforderung, zumal abhängig von der Tageszeit (ich glaube des Besuchers) das Studio taghell oder in der Nacht zu sehen war. „Flash“ lautete das Zauberwort und „Bandbreite“ holte einem im selben Atemzug sogleich auch wieder mit der Nase auf den Boden der Realität zurück. Aus heutiger Sicht mag man darüber vielleicht schmunzeln, damals gab es dafür aber das eine oder andere erstaunte und anerkennende „oooh!“.

Um aber auf das Audiofile zurück zu kommen. Für diese Webseite habe ich 2002 (oder war es 2003?) ein Stück aufgenommen, das im Hintergrund während des Besuchs laufen, eine gewisse Stimmung erzeugen und nicht zu gross, sprich zu lange sein sollte. Da Beats meines Erachtens ziemlich schnell nerven (als löbliche Ausnahme sei an dieser Stelle die alte Webseite von Federico Solazzo erwähnt) und auch nie so wirklich meines waren, entschied ich mich für eine „Ambience“. Die sollte sich ausschließlich aus digitalen Klängen zusammensetzen. Das war dem Medium geschuldet ;-). Dem Zuhörer ist vermutlich völlig schnurzpiepegal (gleichgültig), das es sich – bis auf eine Ausnahme – bei allen Klängen um Factory Sounds des Roland JV-1080 handelte, die aber etwas zweckentfremdet in und von meinem (geliebten) AKAI MPC3000 gespielt wurden. Und so klingt das Ergebnis:

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8 thoughts on “Zeitreise – Meine alte Webseite

Ulf

Na, klingt doch wirklich ganz gut … Um mir ist es wirklich schnurzpiepegal, ob das Factory Presets sind oder nicht (hätte ich nicht gehört, weil ich mich mit Keyboards und Synthis nicht auskenne).
Gutes neues Jahr, Peter! Beschenke uns mit weiteren Stücken!
Ulf

Reply
    petermmahr

    Hej Ulf, Danke! Mache ich gerne, wenn mich die Muse küssen sollte. 🙂 Wie es der Zufall so will, hat gestern iTunes im random mode ein uraltes Stück hochgespült, das ich vielleicht zur Überbrückung online stellen werde.

    Du hast völlig recht,99.9% (abgerundet) ist es gleichgültig mit welchen Klängen ein Musikstück aufgenommen wurde.

    Liebe Grüße,
    Peter

    Reply
Heiko

Moin Peter,

das Keyboardstativ für die Oasys find ich genial gelöst. 🙂

Hattest Du die Steine noch rumliegen?

Viele Grüße,

Heiko

Reply
    petermmahr

    Hallo Heiko,

    Ja, die fielen beim Umbau an. Allerdings muss ich gestehen, dass mich dazu das Coverfoto des Emu EIII Prospekts inspiriert hatte.

    In Sachen Standfestigkeit kam kein Keyboardstativ davor und danach an diese „Eigen“Konstruktion mehr heran. 🙂

    Liebe Grüße,
    Peter

    Reply
Helmut

Hallo Peter,

erstmal wünsche ich Dir ein gutes Neues und kreatives Jahr !
Dein Fundstück klingt wirklich super. Womit hast Du den Hall damals gemacht ?
Viele Grüße
Helmut

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    petermmahr

    Hallo Helmut,

    Danke für Deine netten Wünsche und Worte bzgl. meiner musikalischen „Altlast“. Ich wünsche Dir ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr und natürlich viel Freude beim Musizieren.

    Ad Hall – Das weiss ich leider nicht mehr 100%ig genau. Beim Pad, dem ersten Klang des Stücks, ist es aber mit Sicherheit der Hall des JV-1080. Mir ist bis heute schleierhaft, wie es Roland geschafft hat seit dem R-880 die Qualität ihrer Hallsounds eigentlich kontinuierlich zu verschlechtern. Das SRV-330 fand ich noch gut, es hat zwar gerauscht, aber doch einige sehr gute Hallsounds geboten. Der Nachfolger, dessen Name mir entfallen ist, hatte dann zwar weniger Rauschen, war aber eine „Kühlbox“. Leider hat sich das dann in deren Synthesizern, z.B. V-Synth bis hin zum Jupiter-80, fortgesetzt. Offenbar hat man bei der Prozessortleistung, oder einer anderen Komponente, den Sparstift angesetzt („finance“ geschuldet?). Egal, das war ja nicht wonach du fragtest, sorry :-). Bei dem Melodiesound könnte es ein TC Reverb 4000 gewesen sein… Der perkussive Klang, der punktuell bis zum Ende vorkommt, ist „dry“. Wenn ich mich recht entsinne war das eine Klangkomponente des, oder der ganze „RotOrgan“ Patch.

    Beste Grüße,
    Peter

    Reply
Helmut

Hallo Peter,
vielen Dank für Deine Neujahrswünsche.
Das Stück klingt so herrlich offen und weitläufig ohne eine räumliche Begrenzung zu spüren.
Passt somit ja perfekt zu Deinem Internetauftritt.
Habs mir gleich nochmal anhören müssen.

Viele Grüße
Helmut

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tom

sag mal peter ich musste mein pc komplett neu machen…hab nun koa email mehr von dir…hier steht a nix …meld di mal wenst magst..lg tom

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